Japan

Tokios neueste Attraktion: Durchsichtige Toiletten - das hat es damit auf sich

Japan, Tokio: Neu installierte öffentliche Toiletten mit transparenten Wänden stehen im Yoyogi Fukamachi Mini Park im Bezirk Shibuya.

Japan, Tokio: Neu installierte öffentliche Toiletten mit transparenten Wänden stehen im Yoyogi Fukamachi Mini Park im Bezirk Shibuya.

Bild: Rodrigo Reyes Marin/ZUMA Wire/dpa

Japan, Tokio: Neu installierte öffentliche Toiletten mit transparenten Wänden stehen im Yoyogi Fukamachi Mini Park im Bezirk Shibuya.

Bild: Rodrigo Reyes Marin/ZUMA Wire/dpa

In Tokio in Japan gibt es in der Stadt nun durchsichtige öffentliche Toiletten. Wieso dennoch niemand Angst haben muss, auf der Toilette beobachtet zu werden.
dpa
23.08.2020 | Stand: 09:15 Uhr

Öffentlichen Toiletten hängt das Image an, schmuddelig, übelriechend und irgendwie etwas unheimlich zu sein. Der weltberühmte japanische Architekt Shigeru Ban will das auf revolutionäre Weise ändern: mit durchsichtigen Toiletten. Zu bewundern sind diese seit neuestem in einem Park im berühmten Tokioter Szene-Stadtteil Shibuya. Wenn die Toiletten unverschlossen sind, werden die pastellfarbenen Glaswände durchsichtig. Jeder kann dann von außen reingucken und die weißen, sauberen Klos und Waschbecken sehen.

Die kunstvoll gestalteten öffentlichen Toiletten sollen Ängste hinsichtlich Sicherheit und Hygiene zu nehmen.
Die kunstvoll gestalteten öffentlichen Toiletten sollen Ängste hinsichtlich Sicherheit und Hygiene zu nehmen.
Bild: Rodrigo Reyes Marin/ZUMA Wire/dpa

Sobald die Türen schließen, werden die aus Glasschichten einem Spezialfilm bestehenden Wände undurchsichtig.Die hypermodernen Toiletten mit ihren strombetriebenen Verwandlungswänden sind Teil eines Projekts der Nippon Foundation namens "The Tokyo Toilet".

Tokio: Auf öffentlichen Toiletten wieder wohlfühlen

Ziel ist eine Wiedergeburt öffentlicher Toiletten als einem stillen Örtchen, wo man sich wohl und sicher fühlt. "Es gibt zwei Dinge, über die wir beim Betreten einer öffentlichen Toilette besorgt sind, vor allem, wenn sie sich in einem Park befindet. Das Erste ist Sauberkeit und das Zweite ist, ob sich jemand drinnen befindet", schreibt Ban auf der Projekt-Webseite.

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Ban ist einer von 16 Kunstschaffenden, darunter auch seine beiden weltberühmten Architektenkollegen Tadao Ando und Kengo Kuma, die das Projekt unterstützen. Was aber, so fragt sich mancher, wenn es mal zum Stromausfall oder sonstigen Pannen kommt? Keine Sorge, versichern die Projektleiter. Fällt der Strom aus, werden die Glaswände undurchsichtig. Was auch immer passiere, niemand könne reinschauen.