Corona-Krise

Ulmer Forschungsprojekt: Corona-Spätfolgen sind vielfach Organschäden

Der Internist Dominik Buckert steht in der Corona-Ambulanz des Universitätsklinikums. Ein Forschungsprojekt der Uniklinik Ulm beschäftigt sich seit Anfang des Jahres mit den Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung für Herz und Lunge.

Der Internist Dominik Buckert steht in der Corona-Ambulanz des Universitätsklinikums. Ein Forschungsprojekt der Uniklinik Ulm beschäftigt sich seit Anfang des Jahres mit den Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung für Herz und Lunge.

Bild: Stefan Puchner, dpa

Der Internist Dominik Buckert steht in der Corona-Ambulanz des Universitätsklinikums. Ein Forschungsprojekt der Uniklinik Ulm beschäftigt sich seit Anfang des Jahres mit den Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung für Herz und Lunge.

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Ärzte an der Uniklinik Ulm untersuchen Menschen mit Dauer-Beschwerden nach einer Covid-19-Erkrankung auf Schäden an Herz und Lunge. Erste Befunde sind deutlich.
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dpa
20.07.2021 | Stand: 06:54 Uhr

Ein Forschungsprojekt der Universitätsklinik Ulm zu Corona-Spätfolgen hat bislang bei etwa jedem fünften seiner Patienten Organschäden festgestellt. "Wir hatten bislang rund 250 Patienten. 20 Prozent von ihnen haben Organschäden", sagte Dominik Buckert, betreuender Oberarzt der Spezialambulanz für Covid-Spätfolgen an Lunge, Herz und Gefäßen am Uniklinikum Ulm.

Der größte Teil der übrigen Patienten fühle sich schlechter belastbar als vor der Erkrankung, sagte Buckert. Bei ihnen konnten die Mediziner aber keine Organschäden feststellen.

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Die meisten Menschen, die in die Sprechstunde kommen, sind demnach zwischen 40 und 50 Jahre alt. "Und eigentlich verhältnismäßig gesund, also ohne chronische Vorerkrankungen", so der Oberarzt. Die jüngsten der etwas mehr männlichen Patienten sind um die 20 Jahre alt.

Das Uniklinikum hatte die Sprechstunde für Menschen mit Langzeitfolgen nach einer Covid-19-Erkrankung bereits im Februar dieses Jahres eingerichtet.

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Die Ulmer Spezialisten für innere Medizin beobachten bei den Organschäden vor allem Herzmuskelentzündungen und die Folgen davon. Dazu gehörten etwa Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen, so Buckert. "Bei der Lunge beobachten wir, dass sich das Lungengerüst verändert und so ein schlechterer Gasaustausch möglich ist." Atemnot sei die Folge. Die bisherigen Erkenntnisse deckten sich mit den Rückmeldungen anderer Kliniken zu Corona-Spätfolgen, sagte Buckert.