Tsunami-Alarm

Unterwasser-Vulkan in Tonga löst Flutwellen aus

Der Ausbruch eines unterseeischen Vulkans in der Nähe von Tonga hat im Pazifik-Gebiet Flutwellen ausgelöst.

Der Ausbruch eines unterseeischen Vulkans in der Nähe von Tonga hat im Pazifik-Gebiet Flutwellen ausgelöst.

Bild: Tonga Meteorological Services, dpa

Der Ausbruch eines unterseeischen Vulkans in der Nähe von Tonga hat im Pazifik-Gebiet Flutwellen ausgelöst.

Bild: Tonga Meteorological Services, dpa

Ein Vulkanausbruch im Südpazifik-Inselstaat Tonga hat Tsunami-Warnungen in mehreren Weltregionen ausgelöst. Es kam zu Flutwellen in Japan und den USA.
16.01.2022 | Stand: 09:36 Uhr

Nach einem Vulkanausbruch im Südpazifik-Inselstaat Tonga hat es Tsunami-Alarm in mehreren Weltregionen gegeben. Der Unterwasser-Vulkan Hunga Tonga-Hunga Ha'apai war am Samstag ausgebrochen. In Tonga entstanden ersten Angaben zufolge schwere Schäden: Gebäude sind zerstört, Infrastruktur und Kommunikation sind massiv eingeschränkt. Berichte über Verletzte oder Todesopfer gab es zunächst nicht. Die USA und die Vereinten Nationen boten dem Inselstaat ihre Hilfe an. Als Folge der Eruption kam es auch zu Flutwellen in Japan und den USA, in Südamerika und Neuseeland löste der Ausbruch Tsunami-Alarm aus.

Große Schäden in Tongas Hauptstadt Nuku'alofa – keine Toten

Eine Welle habe in Teilen von Tongas Hauptstadt Nuku'alofa "bedeutende" Schäden angerichtet, teilte Neuseelands Regierungschefin Jacinda Ardern am Sonntag mit. Der australischen Wetterbehörde zufolge war die Welle 1,2 Meter hoch. Nuku'alofa sei mit einer "dicken Schicht aus Vulkanasche bedeckt, aber ansonsten ist die Lage ruhig und stabil", so Ardern. Bewohner der Stadt berichteten davon, dass sie dachten, eine Bombe sei explodiert. Lokale Medien in Tonga berichteten über einen Ascheregen, die Überflutung von Häusern und die Unterbrechung von Telefon- und Stromverbindungen. Laut Ardern arbeiten die Behörden daran, die Kommunikation schnellstmöglich wiederherzustellen. Die Wasserversorgung von Tonga habe jedoch Priorität. Die neuseeländischen Verteidigungskräfte würden am Montag versuchen, einen Überwachungsflug zu starten; aufgrund von Asche in 20 Kilometer Höhe sei das Fliegen bisher zu unsicher. Medienberichten zufolge wurde Tongas König Tupou VI. aus dem Königspalast in der Hauptstadt Nuku'alofa in Sicherheit gebracht.

Der Vulkan Hunga-Tonga-Hunga-Ha'apai ist seit Dezember immer wieder aktiv. Erliegt etwa 30 Kilometer südöstlich der zu Tonga gehörenden Insel Fonuafo'ou, die auch als Falcon Island bekannt ist.

Nach Vulkanausbruch in Tonga: Tsunami-Alarm im Pazifikraum

Der Ausbruch des Untersee-Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha'apai vor Tonga am Freitag hatte in vielen Teilen des Pazifiks zu Tsunami-Warnungen geführt.

Japanische Medien berichteten am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) von Flutwellen-Sichtungen an der Küste der nordöstlichen Präfektur Iwate sowie im südwestlichen Amami. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht. Rund 210 000 Bewohner wurden aufgefordert, bis zur Aufhebung der Tsunami-Warnung äußerste Vorsicht walten zu lassen. Die Wetterbehörde in Japan hat ihre Tsunami-Warnung für die Pazifikküste wenige Stunden später wieder aufgehoben.

Nach Vulkanausbruch: Tsunami-Wellen in Neuseeland

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Auch in Neuseeland wurden Tsunami-Wellen gemeldet. Nach einer 1,3 Meter hohen Flutwelle sollen mehrere Boote in einem Jachthafen in Northland gesunken sein. Die Geschäftsführerin von Save The Children Fidschi, Shairana Ali, sagte, dass Fidschi und Vanuatu von Flut- und Tsunamiwellen getroffen worden seien. Es habe Schäden in den Küstengebieten gegeben, aber keine Todesopfer. Zudem gingen über Teilen von Fidschi, rund 600 Kilometer vom Vulkan entfernt, Behördenangaben zufolge Asche nieder.

UN-Generalsekretär António Guterres sagte, er sei „zutiefst besorgt“. Die UN beobachteten die Situation genau und stünden bereit, Unterstützung zu liefern. US-Außenminister Antony Blinken schrieb auf Twitter: „Die Vereinigten Staaten sind bereit, unseren Nachbarn im Pazifik Unterstützung zu gewähren.“

Vulkanausbruch in Tonga: auch Auswirkungen in den USA

Dem Nationalen Wetterdienst der USA (NOAA) zufolge könnte sich der Vulkanausbruch in Tonga auch an Teilen der US-Westküste sowie in Alaska bemerkbar machen. Auch für Hawaii wurde ein Tsunami-Alarm ausgelöst. Bislang seien dort aber keine Schäden gemeldet worden.

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