Vor Lockdown in Österreich

Verkehrschaos rund um Einkaufszentren: Vorarlberger decken sich mit Vorräten ein

Vor dem anstehenden Corona-Lockdown decken sich die Österreicher mit Vorräten und Weihnachtsgeschenken ein. Das hat Folgen.

Vor dem anstehenden Corona-Lockdown decken sich die Österreicher mit Vorräten und Weihnachtsgeschenken ein. Das hat Folgen.

Bild: Helmut Fohringer, dpa

Vor dem anstehenden Corona-Lockdown decken sich die Österreicher mit Vorräten und Weihnachtsgeschenken ein. Das hat Folgen.

Bild: Helmut Fohringer, dpa

Vor dem anstehenden Corona-Lockdown decken sich die Österreicher heute noch einmal mit Vorräten und Weihnachtsgeschenken ein. Das hat Folgen.
16.11.2020 | Stand: 12:29 Uhr

Österreich steht vor einem radikalen Lockdown. Von morgen an gelten in unserem Nachbarland sehr strikte Regeln, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. Grund ist die zuletzt sehr stark gestiegene Zahl der Neuinfektionen. Ersten Krankenhäusern droht bereits die Überlastung, da mehr und mehr Covid-19-Intensivpatienten behandelt werden müssen.

Die österreichische Bundesregierung beschloss daher einen erneuten Lockdown. Ab Dienstag müssen alle Geschäfte schließen, abgesehen von Supermärkten, Apotheken und Drogerien. Die schon jetzt nachts geltenden Ausgangsbeschränkungen müssen ab Dienstag ganztags eingehalten werden, die Österreicher dürfen nur noch aus ganz bestimmten Gründen ihre Häuser verlassen.

Am heutigen Montag nutzen deshalb offenbar viele Vorarlberger und Schweizer die letzte Möglichkeit, vor dem Lockdown einzukaufen und vor allem auch Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Medien in Vorarlberg sprachen am Vormittag von einem regelrechten Verkehrschaos rund um die größeren Einkaufszentren. Autofahrer kämen dort nur sehr langsam voran, viele Parkplätze seien schon so gut wie voll.

Der Lockdown in Österreich soll vorerst bis zum 6. Dezember gelten. Zu den Regeln gehören:

  • Geschäfte und Schulen müssen schließen
  • das Verlassen des privaten Wohnraums ist nur aus triftigen Gründen wie Grundbedürfnissen, der Arbeit, der Hilfe etwa für Angehörige und zur Erholung im Freien erlaubt.
  • Private Treffen sind auf einzelne engste Angehörige oder Bezugspersonen beschränkt.
Trotz Teil-Lockdown kommen in Österreich immer mehr Intensivstationen wegen Corona-Patienten an ihre Grenzen. Jetzt hat Bundeskanzler Sebastian Kurz die Regeln noch einmal verschärft.
Trotz Teil-Lockdown kommen in Österreich immer mehr Intensivstationen wegen Corona-Patienten an ihre Grenzen. Jetzt hat Bundeskanzler Sebastian Kurz die Regeln noch einmal verschärft.
Bild: Hans Punz, dpa

"Auch wenn sich niemand einen zweiten Lockdown wünscht, so ist der zweite Lockdown das einzige Mittel, von dem wir verlässlich wissen, dass es funktioniert", sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. "Meine eindringliche Bitte für die nächsten Wochen ist: Treffen sie niemanden! Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel." Das Ziel sei, am 7. Dezember Schulen und Handel wieder öffnen zu können.