Kanareninsel La Palma

Auch die Tourismusbranche leidet unter dem Vulkanausbruch auf La Palma

Unter dem Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma leidet auch die dortige Tourismusbranche.

Unter dem Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma leidet auch die dortige Tourismusbranche.

Bild: Daniel Roca, AP, dpa

Unter dem Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma leidet auch die dortige Tourismusbranche.

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Nach dem Vulkanausbruch auf La Palma bricht der Tourismus auf der Kanareninsel ein: Urlauber haben viele Buchungen storniert. Ein Politiker ruft um Hilfe.
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dpa
06.10.2021 | Stand: 21:17 Uhr

Unter dem Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma leidet auch die dortige Tourismusbranche. Auf der Insel seien zwischen 60 und 80 Prozent der Buchungen für Oktober storniert worden, beklagte der spanische Abgeordnete des Europaparlaments, José Ramón Bauzá, wie die Nachrichtenagentur Europa Press am Mittwoch meldete.

Die Hotels der Insel, die zuvor zu 70 Prozent ausgebucht gewesen seien, würden jetzt nur noch 15 Prozent ihrer Zimmer vermieten können. "Wir brauchen viel mehr Unterstützung, auch der Institutionen der EU", zitierte die Agentur Bauzá.

Tourismusbeauftragter: Inselbewohnern neue Perspektive bieten

Auch der Tourismusbeauftragte von La Palma, Raúl Camacho, betonte die Bedeutung des Tourismus, der Inselbewohnern angesichts der Verluste durch den Vulkan eine neue Perspektive bieten könne. "La Palma ist eine sichere Insel, auf der nur zehn Prozent der Fläche von dem Vulkan betroffen sind, und die Reiseverbindungen sind sicher", so Camacho auf Twitter.

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Vulkanausbruch auf La Palma

Allerdings kündigten zwei Fluggesellschaften am Abend wegen Vulkanasche die Aussetzung aller Flüge von und zur Insel ab Donnerstag an. Dann bleibt nur eine etwa vierstündige Fahrt mit einer Fähre von Teneriffa nach La Palma.

Der Vulkan im Süden der Insel, die bei Touristen bisher weniger bekannt ist als andere Kanareninseln wie Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria oder Lanzarote, war am 19. September erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen. Wie lange er aktiv bleiben würde, konnten Vulkanologen nicht sagen. Es könne Monate dauern, hieß es.

Hilfspaket in Höhe von 213,7 Millionen Euro

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Die spanische Regierung hatte am Dienstag ein Hilfspaket in Gesamthöhe von 213,7 Millionen Euro beschlossen. Die Gelder seien für "dringende Maßnahmen" zum "sozialen und wirtschaftlichen Wiederaufbau" der Atlantik-Insel vor der Westküste Afrikas vorgesehen. Vergangene Woche hatte Madrid bereits ein erstes Hilfsprogramm von 10,5 Millionen Euro beschlossen.

Die Lava hat seit Beginn des Ausbruchs nach amtlichen Angaben mehr als 1000 Gebäude zerstört. Rund 6000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. In der Landwirtschaft und an der Infrastruktur gab es große Schäden.