Unruhen in Kasachstan

Weitere 1700 Festnahmen in kasachischer Stadt Almaty

Nach den Ausschreitungen in Kasachstan wird nun von weiteren 1700 Festnahmen berichtet.

Nach den Ausschreitungen in Kasachstan wird nun von weiteren 1700 Festnahmen berichtet.

Bild: Uncredited/AP, dpa

Nach den Ausschreitungen in Kasachstan wird nun von weiteren 1700 Festnahmen berichtet.

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In der von Unruhen besonders betroffenen kasachischen Stadt Almaty sind knapp 1700 weitere Menschen festgenommen worden.
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dpa
12.01.2022 | Stand: 13:27 Uhr

Es handele sich um Plünderer und andere Verbrecher, berichteten kasachische Medien am Mittwoch unter Berufung auf die Stadtverwaltung in der Millionenmetropole im Südosten des zentralasiatischen Landes.

Die Zahl der Festnahmen wurde landesweit zuletzt mit rund 10 000 angegeben. Menschenrechtler mahnten, die autoritär geführte Ex-Sowjetrepublik müsse faire Prozesse gewährleisten. Die Lage in Kasachstan schien sich zuletzt wieder zu stabilisieren. Präsident Kassym-Schomart Tokajew traf Medienberichten zufolge in Almaty ein, wo er sich unter anderem mit Angehörigen von getöteten Sicherheitskräften treffen wollte.

Gewaltsame Ausschreitungen in Kasachstan

In dem öl- und gasreichen Land an der Grenze zu Russland war Unmut über gestiegene Treibstoffpreise vor rund einer Woche in Proteste gegen die Staatsführung umgeschlagen. Nach friedlichen Demonstrationen kam es tagelang auch zu gewaltsamen Ausschreitungen. Präsident Tokajew sprach von einem versuchten "Staatsstreich", der auch aus dem Ausland gesteuert gewesen sei. Er setzte eine neue Regierung ein und ließ das Militär gegen Demonstranten vorgehen.

Experten gehen davon aus, dass der Präsident die Krise auch dafür nutzte, um seinen Vorgänger, den einflussreichen Ex-Langzeit-Präsidenten Nursultan Nasarbajew, zu entmachten. Weiter unklar ist aber, wer die bewaffneten Randalierer waren, die insbesondere in Almaty Verwaltungsgebäude und Polizeidienststellen stürmten. Tokajew sprach mehrfach von "Terroristen".

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