Kultige Gruselfilme nicht nur für Halloween

Werwölfe, Vampire, Elfen und gefräßiger Schleim - 11 Tipps für schräge Gruselstreifen

Gerade zu Halloween und in den dunklen Monaten November und Dezember haben Gruselfilme Konjunktur. Unsere Redaktion gräbt einige alte Streifen aus der Kiste.

Gerade zu Halloween und in den dunklen Monaten November und Dezember haben Gruselfilme Konjunktur. Unsere Redaktion gräbt einige alte Streifen aus der Kiste.

Bild: Roland Furthmair (Symbolbild)

Gerade zu Halloween und in den dunklen Monaten November und Dezember haben Gruselfilme Konjunktur. Unsere Redaktion gräbt einige alte Streifen aus der Kiste.

Bild: Roland Furthmair (Symbolbild)

Mit Dracula, dem Blob, Beetlejuice und hexenden Hexen gibt es viele Angebote für mehr Gänsehaut. Ein YouTuber landete mit einem Spinnenhund einen Mega-Hit.
30.10.2022 | Stand: 17:07 Uhr

Halloween steht vor der Tür, und mit der Zeitumstellung zur Winterzeit viele lange, dunkle Abende im November und Dezember. Das ruft nach gruselig-unterhaltsamen Filmabenden. Klassiker wie Poltergeist und Exorzist sind meist ebenso bekannt wie die Simpsons-Specials, Horrorstreifen á la Scream und der Halloween-Reihe rund um Michael Myers nicht jedermanns Geschmack. Unser Redaktion gibt Tipps für einige Streifen, die nicht mehr so bekannt sein dürfen, weil sie teils 25 Jahre und älter sind.

Wie wäre es mit Angriff der Killertomaten, in dem mutierte Tomaten durch die Straßen rollen. Fruchtig, matschig, fleischig sozusagen. Die amerikanische Horrorkomödie stammt aus dem Jahr 1978 und hat es als Persiflage auf Billigstreifen des Horror-Genres zu Kultstatus gebracht.

Noch weit älter ist die US-Serie The Munsters, sie stammt aus den früheren 60er-Jahren, ähnlich wie die damalige Adamy-Family. Abgesehen vom Pilotfilm ist die komödiante Familie ziemlich schwarz-weiß. Dem Vergnügen um Onkel Hermann, Tante Lily und Opa Dracula tut das keinen Abbruch. Zumal da auch noch die hübsche Nichte Marilyn ist - die allerdings von der Verwandtschaft eher für hässlich gehalten wird.

Eine schwarze Komödie ist Beetlejuice, die Geschichte um einen Lottergeist und ein verstorbenes Paar, das weiter in seinem Haus lebt, aber mit den (lebenden) Nachnutzern, einer total abgedrehten Familie, nicht zurecht kommt. Die Komödie unter Regie von Tim Burton stammt aus dem Jahr 1988. In den Hauptrollen spielen unter anderem Michael Keaton, Alec Baldwin, Geena Davis, und Winona Ryder.

Ganz anders ist die schwarze Komödie Delicatessen, ein französischer Film aus dem Jahr 1991 von Jean-Pierre Jeunet und Marc Caro. In einer düster-dunklen zieht ein Hausmeister in ein runter gekommenes Mietshaus. Das Geheimnis: Der Metzger im Haus verarbeitet die neuen Hausmeister zügig, sobald sie ihre Aufgaben erledigt haben, und verteilt die Fleischpakete an die Mieter. Doch der neue Hausmeister und die Metzgers-Tochter verlieben sich. Und dann sind da noch die Vegetarier, die im Untergrund in der Welt der Kanalisation leben. Ein makaberer Film zwischen Surrealismus und Slapstick.

Den Charme der 1980er-Jahre bringen The Lost Boys auf den Bildschirm. Hier handelt es sich um einen amerikanischen Horrorfilm aus dem Jahr 1987, der unter anderem einen jungen Kiefer Sutherland zeigt. Die Vampiergeschichte wirkt teilweise wie eine rockige Teenie-Komödie mit Jungs in 80er-Jahre-Kleidung und FokuHila-Frisuren - oder in anderen Worten, der Soundtrack ist gut.

Gruseln ganz anderer Art bietet The Blair Witch Project, ein amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 1999, der eigentlich keine schlimmen Szenen zeigt. Die Horrorszenen spielen sich nur im Kopf der Zuschauerinnen und Zuschauer ab. Das erreicht der Kultfilm durch die eigenwillige, unruhige Kameraführung, die den ganzen Film wie eine ernsthafte Dokumentation aus einem schaurigen Wald wirken lässt - wobei es eine missglückte Dokumentation wäre, denn ....

>>>SPOILER<<<

... von der Gruppe überleben nicht alle.

---

Um viele Hexen geht es in Hexen hexen, der gelungenen britischen Verfilmung eines 1983 erschienenen Kinderbuchs (!) des Autors Roald Dahl. Ein Bub entdeckt in einem Hotel, dass die Tagung vermeintlich ehrbarer und sozial engagierter Frauen tatsächlich ein großes Hexentreffen ist. Wir rufen hiir die erste Verfilmung des Buchs ins Gedächtnis, die 1990 in die deutschen Kinos kam.

Kultig ganz anderer Art ist ein Kurzvido des polnischen YouTubers Sylwester Wardęga: Mutant Giant Spider Dog. Er hat seinem Hund „Chica“ ein großes Spinnenkostüm angezogen und erschreckt damit im Dunkeln nichts ahnende Passanten. Sozusagen eine Art "Verstehen Sie Spaß" der derben Art; von den anfangs sehr dunkel gefilmten Szenen sollte man sich nicht bremsen lassen. Er zählte im Jahr 2014 zu den meist geklickten YouTube-Videos: Über 114 Millionen Zugriffe.

Weit gefährlicher ist Der Blob, verfressener Schleim aus dem Weltall, der sich selbst ständig vergrößernd alles verschlingt, was ihm in den Weg kommt. Der amerikanischer Science-Fiction-Horrorfilm von Chuck Russell stammt dem Jahr 1988. Kevin Dillon und Shawnee Smith spielen in den Hauptrollen. Wer hier auf den Geschmack kommt - es gibt noch ältere Blob-Filme, den ersten aus dem Jahr 1958.

Und dann ist da natürlich Dracula, die Geschichte von Bram Stoker, verfilmt in unzähligen Varianten und Fortsetzungen. Da gibt es Klassikern wie den komödianten Tanz der Vampire und das Werk von Friedrich Wilhelm Murnau aus dem Jahr 1922, Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens, und da gibt es eine ganze Dracula-Reihe, der Christopher Lee von 1958 bis 1973 immer wieder das Gesicht des Bösen verlieh. Lee war damals als Blutsauger so präsent, dass selbst bei seiner Rolle in James Bond - Der Mann mit dem goldenen Colt viele nur an Dracula dachten.

Und zum Abschluss ein Sprung in dieses Jahrtausend. Weiterhin ist das Böse auf Leinwand und Fernseher unterwegs. Verschiedenste Vampir- und Dämonenserien sorgen für Unterhaltung. Für Serienjunkies interessant ist sicher True Blood, eine Serie mit sieben Staffeln des US-Senders HBO der ganz eigenen Art. Kern der Reihe: Synthetisches Blut macht es Vampiren möglich, ihre Existenz öffentlich zu machen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Doch die Probleme bleiben nicht aus, zumal das Vampierblut bei Menschen als Droge geschätzt wird. Dazu kommen dann noch Elfen, Werwölfe und andere Zeitgenossen.