Corona-Virus

WHO: Zahl der neuen Corona-Infektionen in Europa steigt wieder

Kempten Impfung Covid 19

Die WHO warnt: Zahl der neuen Corona-Infektionen in Europa steigt wieder. Doch Länder mit hoher Impfrate registrieren positive Auswirkungen.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Die WHO warnt: Zahl der neuen Corona-Infektionen in Europa steigt wieder. Doch Länder mit hoher Impfrate registrieren positive Auswirkungen.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Die Anzahl der Neuinfektionen in Europa ist in der vergangenen Woche nach stetigem Rückgang um neun Prozent gestiegen. Die Hoffnung: Impfungen.
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dpa
04.03.2021 | Stand: 12:50 Uhr

Mehr als die Hälfte der Länder in Europa haben in der vergangenen Woche einen Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Wie das Europabüro der Weltgesundheitsorganisation WHO am Donnerstag mitteilte, ist die Anzahl der Neuinfektionen um neun Prozent gestiegen. Damit habe der vielversprechende Rückgang der letzten sechs Wochen gestoppt.

WHO: Zahl der neuen Corona-Infektionen in Europa steigt wieder

Die Virusvariante B.1.1.7, die zuerst in Großbritannien auftrat, sei inzwischen in 43 der 53 europäischen Länder aufgetreten. Die südafrikanische Mutation B.1.351 sei in 26 Ländern, die brasilianische Variante in 15 Ländern gemeldet worden.

Der Regionaldirektor der WHO/Europe, Hans Kluge, rief die Länder zu mehr Wachsamkeit für Varianten auf, bei denen eine erhöhte Übertragbarkeit bestehe. "Wir müssen die Ausbreitung des Virus überall unterdrücken, indem wir die Mittel anwenden, von denen wir wissen, dass sie funktionieren", so Kluge. Besonders wichtig sei das Testen und Isolieren der erkranken Menschen sowie die Nachverfolgung ihrer Kontakte.

Länder mit hoher Impfrate registrieren positive Auswirkungen

In 45 Ländern der europäischen Region habe man inzwischen mit dem Impfen begonnen und positive Auswirkungen registriert. So sei in Ländern wie Israel und Großbritannien, wo die Impfrate sehr hoch ist, die Zahl der Todesfälle und Krankenhausaufenthalte von Menschen in den Risikogruppen zurückgegangen.

Anlässlich des kommenden Frauentages am 8. März betonte Kluge, dass die Pandemie die strukturellen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern verschärft habe. Weil viele Frauen im Gesundheitswesen arbeiteten, seien sie einem hohen Risiko ausgesetzt, infiziert zu werden. Sie würden schlechter bezahlt als Männer und seien häufig für den Heimunterricht der Kinder verantwortlich.

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