"Montagsspaziergänge"

Wieder Corona-Proteste in Deutschland

In Rostock gingen mehrere Hundert Menschen auf die Straße, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren.

In Rostock gingen mehrere Hundert Menschen auf die Straße, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren.

Bild: Bernd Wüstneck, dpa

In Rostock gingen mehrere Hundert Menschen auf die Straße, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren.

Bild: Bernd Wüstneck, dpa

Am Montagabend sind in vielen deutschen Städten wieder tausende Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren.
28.12.2021 | Stand: 06:28 Uhr

In vielen deutschen Städten haben sich am Montagabend wieder Menschen zu Corona-Protesten versammelt. Die Gegner der Corona-Maßnahmen nennen ihre teils unerlaubten Demonstrationen "Montagsspaziergänge". Über viele Städte verteilt versammelten sich Zehntausende. Vielerorts hatten sich auch wieder Neonazis unter die Demonstranten gemischt.

Besonders im Osten Deutschlands wurde wieder protestiert: In Mecklenburg-Vorpommern waren es laut Polizei insgesamt rund 15. 000 Teilnehmer. Wie letzte Woche war Rostock wieder Hotspot der Demos in Mecklenburg-Vorpommern: In der Spitze zählte die Polizei etwa 6500 Teilnehmer.

Proteste im Osten Deutschlands

In der Hauptstadt Schwerin waren es rund 2700, in Neubrandenburg etwa 2400 Menschen. Auch in Brandenburg demonstrierten Tausende Menschen gegen Corona-Beschränkungen: Im Süden Brandenburgs waren es an 16 Orten insgesamt rund 9000 Teilnehmer, rund 3000 davon in Cottbus. 300 Gegner von Corona-Maßnahmen zählte ein Protestzug in der Landeshauptstadt Potsdam.

In Magdeburg zogen nach Angaben der Polizei rund 5000 Menschen vom Domplatz aus durch die Stadt. In Halle und in Halberstadt sprachen Polizeisprecher von jeweils rund 1500, in Wittenberg von 1900 und in Bitterfeld von 1100 Demonstranten.

Corona-Demos in Gera, Freiberg, Leipzig und Bautzen

Auch in Thüringen gab es Proteste. Allein in Gera gingen am Abend rund 2000 Menschen auf die Straße, wie eine Polizeisprecherin sagte. Im benachbarten Altenburg waren es 1300 Menschen. In weiteren Städten kamen mehrere Hundert Menschen zu Demonstrationen.

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In der sächsischen Stadt Freiberg gingen mehrere Hundert Menschen in verschiedenen Gruppierungen auf die Straße. In Bautzen wollten Einsatzkräfte nach Polizeiangaben einen Aufzug stoppen. Dabei seien sie "massiv" mit Feuerwerkskörpern und Flaschen beworfen worden, schrieb die Polizei auf Twitter. Im Leipziger Stadtteil Engelsdorf sei ein Aufzug mit 250 Personen gestoppt worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Allein im Raum Leipzig und in Nordsachsen hatte es demnach rund 30 Aufrufe zu Corona-Protesten gegeben.

Corona-Demonstrationen auch in Rheinland-Pfalz

In Saarbrücken und Fulda in Hessen demonstrierten nach Polizeiangaben jeweils rund 1000 Menschen. Protestmärsche gab es in weiteren Städten in Hessen und Baden-Württemberg. In Niedersachsen gingen an verschiedenen Orten mehrere Hundert Menschen auf die Straßen. Die meisten waren es in Wolfsburg mit rund 800 Teilnehmern.

In Rheinland-Pfalz trafen sich in Kaiserslautern etwa 1500 Menschen an verschiedenen Orten und zogen durch die Innenstadt. In Koblenz hätten sich rund 500 Personen zu einem sogenannten "Montagsspaziergang" versammelt, in Mainz waren es rund 150. In Pirmasens griffen zwei Teilnehmer einer Versammlung Einsatzkräfte an. Einer der beiden Angreifer sei zuvor auf die Pflicht zum Tragen einer Maske hingewiesen worden. Drei Beamte wurden nach Polizeiangaben leicht verletzt.

Nach Protest in Schweinfurt am Sonntag - Gericht verhängt Strafen

Erst am Nachmittag wurden im bayerischen Schweinfurt mehrere Personen unter anderem wegen Körperverletzung verurteilt. Sie hatten am Sonntagabend unter anderem Polizisten verletzt. Die Angeklagten wurden zu Freiheitsstrafen auf Bewährung und zu Geldstrafen verurteilt. Eine Frau sorgte für Aufsehen, weil sie ihr vierjähriges Kind im Kinderwagen in vorderste Front brachte, während sie zusammen mit anderen versuchte, eine Polizeiblockade zu durchbrechen. Das Kind blieb unverletzt, die Frau wurde angezeigt, außerdem wurde das Jugendamt eingeschaltet.

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