Staatsschulden in der Corona-Krise

Wirtschaftsinstitute sind für höheres Rentenalter wegen Corona-Krise

Zum Themendienst-Bericht vom 16. November 2020: Wer freiwillige Einzahlungen in die Rentenkasse leistet, kann auch steuerlich davon profitieren.

Höheres Rentenalter wegen der Corona-Krise? Dafür haben sich Wirtschaftsinstitute ausgesprochen.

Bild: Christin Klose

Höheres Rentenalter wegen der Corona-Krise? Dafür haben sich Wirtschaftsinstitute ausgesprochen.

Bild: Christin Klose

Wirtschaftssinstitute haben sich angesichts der Staatsschulden in der Corona-Pandemie für ein höheres Rentenalter ausgesprochen. Das könne die Staatsfinanzen stützen.

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dpa
15.04.2021 | Stand: 11:40 Uhr

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben sich angesichts der in der Corona-Krise steigenden Staatsschulden für ein höheres Rentenalter in Deutschland ausgesprochen. Es werde eine Herausforderung, die Staatsfinanzen nach der Pandemie wieder auf eine solide Basis zu stellen, heißt es in der am Donnerstag vorgelegten Frühjahrsprognose. Angesichts der älter werdenden Bevölkerung spiele dabei vor allem die Rentenversicherung eine Rolle. Ein höheres Rentenalter könne die Staatsfinanzen stützen.

Corona-Pandemie: Wirtschaftliche Lage bleibt schwierig

Die Corona-Krise hinterlässt laut der Prognose deutliche Spuren in der Wirtschaft und trifft diese wegen der dritten Infektionswelle härter als noch im Herbst angenommen. Die Wirtschaftsforscher rechnen damit, dass die wirtschaftliche Lage noch bis zum Ende des Lockdowns vor allem im Dienstleistungssektor schwierig bleibt. Eine Lockerung der Maßnahmen sei erst gegen Mitte des Jahres zu erwarten. Dann aber werde sich das wirtschaftliche Geschehen in vielen Bereichen rasch normalisieren.

Bis Jahresende könne der Aufholprozess abgeschlossen sein. Trotzdem korrigierten die Institute ihre Konjunkturprognose nach unten. Sie erwarten, dass die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 3,7 Prozent zulegt. Noch im Herbst hatten sie einen Zuwachs um 4,7 Prozent vorhergesagt.

Sobald die staatlichen Hilfsmaßnahmen auslaufen, könnte auch die Zahl der Insolvenzen stark steigen. Die bisher niedrigen Zahlen an Unternehmenspleiten seien wohl vor allem auf die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen und das Aussetzen der Anmeldepflicht für Insolvenzen zurückzuführen, heißt es. Die Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen, ist noch bis Ende April ausgesetzt.

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Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose der Institute wird zweimal im Jahr im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt, im Frühjahr sowie im Herbst. Beteiligt sind das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin, das Ifo-Institut in München, das Institut für Weltwirtschaft Kiel, das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle sowie das Essener RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung.

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