Schleuserkriminalität

348 Migranten aus Ärmelkanal gerettet

Im Ärmelkanal bei Calais haben französische und belgische Rettungseinheiten 348 Migranten aus Seenot gerettet. Die Bürgermeisterin von Calais, Natacha Bouchart, rief Präsident Emmanuel Macron bei der Lösung der Flüchtlingsproblematik zu einer härteren Gangart gegenüber Großbritannien auf.

Im Ärmelkanal bei Calais haben französische und belgische Rettungseinheiten 348 Migranten aus Seenot gerettet. Die Bürgermeisterin von Calais, Natacha Bouchart, rief Präsident Emmanuel Macron bei der Lösung der Flüchtlingsproblematik zu einer härteren Gangart gegenüber Großbritannien auf.

Bild: Gareth Fuller, dpa (Archiv)

Im Ärmelkanal bei Calais haben französische und belgische Rettungseinheiten 348 Migranten aus Seenot gerettet. Die Bürgermeisterin von Calais, Natacha Bouchart, rief Präsident Emmanuel Macron bei der Lösung der Flüchtlingsproblematik zu einer härteren Gangart gegenüber Großbritannien auf.

Bild: Gareth Fuller, dpa (Archiv)

Am Wochenende sind im Ärmelkanal bei Calais mehr als 300 Migranten aus Seenot gerettet worden. Bürgermeisterin Bouchart fordert striktere Maßnahmen.
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dpa
11.10.2021 | Stand: 11:57 Uhr

Im Ärmelkanal bei Calais sind am Wochenende 348 Migranten aus Seenot gerettet worden, die mit kleinen Booten über die Meerenge nach Großbritannien gelangen wollten. An den mehr als 20 Hilfseinsätzen waren französische Rettungsschiffe sowie zwei Militärhubschrauber aus Frankreich und Belgien beteiligt, wie die maritime Präfektur am Montag mitteilte. Drei verletzte und unterkühlte Migranten wurde in eine Klinik geflogen. Bei einem weiteren Einsatz gelang es, fünf Migranten von ihrem sinkenden Boot in einen belgischen Hubschrauber zu ziehen. Die Geretteten wurden in die Häfen von Calais und Boulogne-sur-Mer gebracht.

348 Migranten im Ärmelkanal aus Seenot gerettet

In diesem Jahr wurden allein bis Ende August knapp 16.000 Migranten im Ärmelkanal gerettet, deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Einer ähnlich großen Zahl gelang die Überfahrt nach Großbritannien. Der britischen Regierung, die nach dem Brexit ein neues, rigides Einwanderungssystem eingeführt hat, sind die illegal ankommenden Migranten ein Dorn im Auge. London und Paris verständigten sich kürzlich darauf, ihre Kontrollen an den Küsten zu verstärken. (Lesen Sie auch: Vergewaltigungsverdacht: Großbritannien hat ein Polizeiproblem)

In Calais warten rund 2.000 Migranten auf die Überfahrt nach Großbritannien

Die Bürgermeisterin von Calais, Natacha Bouchart, rief Präsident Emmanuel Macron bei der Lösung der Flüchtlingsproblematik zu einer härteren Gangart gegenüber Großbritannien auf. Die Briten begünstigten die illegale Beschäftigung in ihrem Land, was Flüchtlinge anlocke, sagte Bouchart am Montag dem Sender France Info. Gleichzeitig müsse stärker gegen die Schleuserkriminalität vorgegangen werden, sagte sie. Derzeit warteten in Calais rund 2.000 Migranten auf eine Überfahrt nach Großbritannien, für die Schleuser jeweils 7.000 Euro kassierten. (Lesen Sie auch: Wie soll die EU den USA begegnen?)