Corona-Impfung

Auch Frankreichs Gesundheitsbehörde lässt Moderna-Impfstoff zu

Der Impfstart verlief in Frankreich eher schleppend. Nun gibt es einen zweiten Impfstoff.

Der Impfstart verlief in Frankreich eher schleppend. Nun gibt es einen zweiten Impfstoff.

Bild: Jean-Francois Badias, AP, dpa

Der Impfstart verlief in Frankreich eher schleppend. Nun gibt es einen zweiten Impfstoff.

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Auch in Frankreich gibt es nun zwei Impfstoffe. Doch wer bekommt welchen?
Der Impfstart verlief in Frankreich eher schleppend. Nun gibt es einen zweiten Impfstoff.
dpa
08.01.2021 | Stand: 15:40 Uhr

Auch Frankreich hat den kürzlich von der Europäischen Arzneimittelagentur zugelassenen Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna genehmigt. "Frankreich hat nun zwei Impfstoffe, um die Bevölkerung weiter zu impfen", teilte die Hohe Gesundheitsbehörde am Freitag mit. Die die sehr aktive Zirkulation des Virus im Land erfordere verstärkte Anstrengungen zur Impfung der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen im Rahmen einer pragmatischen und flexiblen Kampagne.

Der Impfstoff von Moderna habe eine Zulassung für Personen über 18 Jahre, der Impfstoff von Biontech/Pfizer ab 16 Jahren. Dieser Unterschied sei auf das Alter der Personen zurückzuführen, die an den jeweiligen klinischen Studien teilgenommen haben. "Mit Ausnahme von jungen Erwachsenen wird die Wahl zwischen den beiden Impfstoffen daher in erster Linie von der Verfügbarkeit der Dosen und logistischen Einschränkungen abhängen", so die Behörde. (Lesen Sie auch: Kempten und Oberallgäu - bald gibt's für Senioren Post vom Impfzentrum)

Kritik an Impfstart in Frankreich

In Frankreich hatte es zuletzt massive Kritik am schleppenden Impfstart gegeben, die Regierung in Paris versucht nun etwa mit der Eröffnung Hunderter Impfzentren aufs Tempo zu drücken. Die Behörde Santé Publique warnte ebenfalls am Freitag vor einem Wiederaufflammen der Epidemie. Die Entwicklung in den kommenden zwei Wochen werde entscheidend sein, hieß es. Die Zahl der Todesfälle sei weiterhin hoch. Eine besondere Gefahr seien die mutierten Varianten des Coronavirus, die vermehrt in Großbritannien und Südafrika aufgetreten sind.

Frankreich mit seinen 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner ist von der Pandemie schwer getroffen. Rund 67 000 Menschen sind bisher im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Restaurants, Bars, Museen, Theater oder Sporteinrichtungen sind seit Herbst vergangenen Jahres geschlossen. Zunächst anvisierte Wiedereröffnungen noch im Januar hatte Premier Castex zuletzt verschoben. Geschäfte und Schulen sind im Land aktuell geöffnet. Es gilt eine abendliche Ausgangssperre, die je nach Region um 18 oder um 20 Uhr beginnt.