US-Wahl 2020

Biden: Habe auf Einsicht Trumps durch Corona-Infektion gehofft

Herausforderer Joe Biden hat erneut die Corona-Politik von US-Präsident Donald Trump kritisiert.

Herausforderer Joe Biden hat erneut die Corona-Politik von US-Präsident Donald Trump kritisiert.

Bild: Carolyn Kaster/AP/dpa

Herausforderer Joe Biden hat erneut die Corona-Politik von US-Präsident Donald Trump kritisiert.

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Nach seiner Corona-Infektion verbreitet US-Präsident Donald Trump in den Augen von Herausforderer Joe Biden mehr Falschinformationen über das Virus als zuvor.
Herausforderer Joe Biden hat erneut die Corona-Politik von US-Präsident Donald Trump kritisiert.
dpa
14.10.2020 | Stand: 06:05 Uhr

. "Ich habe für seine Genesung gebetet, als er Covid bekommen hat, und ich hatte gehofft, dass er wenigstens etwas geläutert daraus hervorgehen würde", sagte Biden am Dienstag (Ortszeit) bei einem Auftritt in Pembroke Pines im US-Bundesstaat Florida. "Aber was hat er getan? Er hat die Fehlinformationen nur intensiviert, die er zuvor gemacht hat, und macht es damit noch schlimmer."

Trump hatte Anfang Oktober seine Corona-Infektion bekanntgegeben. Keine zwei Wochen später steht er wieder auf der Wahlkampfbühne. "An jeden, der kämpft, um sich von dem Virus zu erholen: Ich fühle euren Schmerz, weil ich euren Schmerz gefühlt habe. Und wir werden das Virus gemeinsam schlagen", sagte Trump bei einem Auftritt in Johnstown im Bundesstaat Pennsylvania vor dicht gedrängten Anhängern, von denen trotz der anhaltenden Corona-Pandemie viele keine Maske trugen.

Trump zu Corona-Infizierten: "Ihr seid jetzt immun"

Der 74-Jährige fragte in die Menge, wer bereits Corona hatte, und sagte anschließend: "Ihr seid jetzt immun." Trump beklagte, dass ihm nicht zugestanden werde, dass er nun lebenslang immun sein. "Sie hassen es, es zuzugeben, weil ich es hatte." Früher habe es stets geheißen, dass nach einer überstandenen Covid-19-Erkrankung lebenslange Immunität bestehe, behauptete Trump.

Experten gehen davon aus, dass Menschen nach einer Corona-Infektion vermutlich immun sind. Für wie lange und wie absolut ein Schutz existiert, ist aber noch unklar. Das Robert Koch-Institut etwa schreibt dazu: "Unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt noch, wie regelhaft, robust und dauerhaft dieser Immunstatus aufgebaut wird."

Trump hatte die Amerikaner nach der Entlassung aus der Klinik aufgerufen, keine Angst vor dem Coronavirus zu haben. Er war unter anderem mit einem Antikörper-Mittel behandelt worden, das für gewöhnliche Patienten noch lange nicht verfügbar sein dürfte. Die aggressive Behandlung ließ vielen Experten zufolge - entgegen der Darstellung des Weißen Hauses - auf eine ernstere Erkrankung schließen.

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