Corona-Pandemie

"Böse Kombination": Forscher warnt vor neuer Omikron-Variante BJ.1

Eine biologisch-technische Assistentin bereitet PCR-Tests für die Analyse vor.

Eine biologisch-technische Assistentin bereitet PCR-Tests für die Analyse vor.

Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolbild)

Eine biologisch-technische Assistentin bereitet PCR-Tests für die Analyse vor.

Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolbild)

Schon wieder wurde eine neue Corona-Variante entdeckt. Es handelt sich um BJ.1, einen Subtyp von BA.2. Ein Forscher bezeichnet die Variante als "besorgniserregend".
13.09.2022 | Stand: 07:58 Uhr

Dass sich das Coronavirus stetig verändert, ist bekannt. Auch von der Omikron-Variante, die im vergangenen Herbst auftauchte, gibt es inzwischen mehrere Subtypen. Jetzt warnt ein Forscher vor einer neuen Variante, der sogenannten BJ.1. Mittlerweile ist dieser Subtyp auch im deutschsprachigen Raum aufgetaucht.

Neue Omikron-Variante BJ.1: Das ist bislang bekannt

"Eine weitere besorgniserregende Unterlinie breitet sich in Indien aus und ist auch in den USA und Europa (Österreich) angekommen: BJ.1", schreibt der Mutationsforscher Ulrich Elling auf Twitter. Die Zahlen seien noch sehr niedrig, aber die neu erworbenen Mutationen seien eine wirklich böse Kombination an kritischen Stellen.

BJ.1 ist eine Sublinie von BA.2 mit 14 zusätzlichen Mutationen im Spike-Protein. Diese vielen neuen Mutationen würden dicht und gehäuft an den Stellen für Rezeptorbindung und Antikörperbindung auftreten. Elling geht davon aus, dass sich diese Variante dem Immunsystem noch besser entziehen kann als andere Varianten. Das würde bedeuten, dass es auch Antikörpern von Geimpften und Genesenen entkommen könnte.

Neue Omikron-Variante: Wie gefährlich ist BJ.1?

Wie gefährlich BJ.1 ist, stehe noch nicht fest. Das hängt auch davon ab, wie bedeutsam die Variante für das Infektionsgeschehen werden wird.

Drosten rechnet mit starker Corona-Welle "noch vor Dezember"

Ab dem 1. Oktober gelten in Deutschlandneue Corona-Regeln. Ob diese ausreichen, um die Infektionszahlen möglichst gering zu halten, ist noch unklar. Der Virologe Christian Drosten rechnet mit einer "starken Inzidenzwelle" von Corona-Infektionen "noch vor Dezember", der Bioinformatiker Lars Kaderali erwartet hingegen einen nicht allzu heftigen Anstieg. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geht von einer "mittelschweren" Herbstwelle aus.