Corona-Pandemie

Corona-Schnelltests für alle: Wann gibt es sie? Wer bekommt sie? Was kosten sie?

Corona-Schnelltests sollen jetzt auch in Deutschland dafür sorgen, dass die Pandemie besser unter Kontrolle gehalten wird. Wer bekommt sie und was kosten sie?

Corona-Schnelltests sollen jetzt auch in Deutschland dafür sorgen, dass die Pandemie besser unter Kontrolle gehalten wird. Wer bekommt sie und was kosten sie?

Bild: Oliver Berg, dpa (Symbolbild)

Corona-Schnelltests sollen jetzt auch in Deutschland dafür sorgen, dass die Pandemie besser unter Kontrolle gehalten wird. Wer bekommt sie und was kosten sie?

Bild: Oliver Berg, dpa (Symbolbild)

Corona-Schnelltests für alle in Deutschland - dieses Ziel hat jetzt die Politik ausgegeben. Wann gibt es den Schnelltest? Wo? Und zu welchen Kosten? Alle Infos.
Corona-Schnelltests sollen jetzt auch in Deutschland dafür sorgen, dass die Pandemie besser unter Kontrolle gehalten wird. Wer bekommt sie und was kosten sie?
dpa
16.02.2021 | Stand: 19:52 Uhr

Coronavirus-Schnelltests für alle in Deutschland - das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag angekündigt. Dei haben jede Menge Vorteile - und sollen die Zeit überbrücken, bis endlich auch in Deutschland genug Impfstoff für ale zur Verfügung steht. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Ländern laufen die Schutzimpfungen gegen Covid-19 weiter eher schleppend.

Wann gibt es Corona-Schnelltests für alle in Deutschland? Wo gibt es sie, was kosten sie? Und sind die Ergebnisse beim Corona-Schnelltest sicher? Hier die Antworten.

Wan gibt es Corona-Schnelltests in Deutschland für alle?

"Ab 1. März sollen alle Bürger kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests getestet werden können", sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Den Schnelltests seien mittlerweile ausreichend am Markt verfügbar.

Wo gibt es die Corona-Schnelltests?

Zu bekommen sein werden die Schnelltests voraussichtlich in Testzentren, Praxen und Apotheken, finanzieren soll das der Bund. Näher rückt nun auch ein breiter Einsatz von Selbsttests für Laien.

Wie sicher ist der Corona-Schnelltest für alle?

Der Vorteil an den Schnelltests ist, dass die Proben brauchen nicht extra ins Labor zum Auswerten geschickt werden. Sie funktionieren ähnlich wie Schwangerschaftstests, wie das Ministerium erklärt:

  • Die Probe kommt auf einen Teststreifen, der mit einer Verfärbung reagiert.
  • Dazu muss man sich aber einen Nasen- oder Rachenabstrich abnehmen lassen, was nicht einfach ist.
  • Diese Antigen-Tests gelten jedoch als nicht so genau wie sonst genutzte PCR-Tests. Laut Robert Koch-Institut (RKI) muss ein positives Ergebnis daher per PCR-Test bestätigt werden.

Was wird die Corona-Schnelltest kosten?

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Da die Tests der Pandemiebekämpfung und öffentlichen Gesundheit dienten, seien die Kosten rückwirkend ab 1. Januar aus dem Bundeshaushalt zu tragen, heißt es in einem Gesetzentwurf. Angesetzt werden bis zu 9 Euro pro Test und weitere 9 Euro für die Testabnahme sowie das Ausstellen eines Zeugnisses. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz gab zu bedenken, schon für tägliche Schnelltests in Heimen fehle vielerorts Personal. "Wie das für zig Millionen Menschen flächendeckend gehen soll, ist vollkommen schleierhaft."

Kann man den Corona-Test auch selbst machen?

Tatsächlich wurden zuletzt auch Rufe nach frei zu kaufenden Schnelltests lauter, die man selbst und ohne Schulung zu Hause machen kann - wie längst schon in einigen anderen Ländern. Spahn hat klar gemacht, dass die Tests hierzulande erst amtlich gecheckt werden sollen. Dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte liegen mehrere Anträge auf nationale Sonderzulassung vor. Die neuen Laien-Schnelltests würden "schnellstmöglich geprüft und zugelassen", sagte Spahn.

Kann ich mit einem negativen Corona-Schnelltest wieder in Hotels oder Konzerte?

Der Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore erklärte, Antigentests und Heimtests seien zwar als zusätzliche Unterstützung der Corona-Verhaltensregeln zu sehen, aber nicht als Möglichkeit zum Freitesten und damit verbundene Lockerungen. Ärztepräsident Klaus Reinhardt sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, Selbsttests dürften etwa beim Öffnen von Kulturveranstaltungen und Freizeitsport nicht zu Ausgrenzung führen. Es dürfe auch nicht dazu kommen, dass sich Einkommensschwache die Tests nicht leisten könnten.