Für mehr Klimaschutz

Deutscher Städtetag fordert höheren CO2-Preis

Windräder vor einem Braunkohlekraftwerk:"Klimaschädliches Verhalten muss einen höheren Preis haben"

Windräder vor einem Braunkohlekraftwerk:"Klimaschädliches Verhalten muss einen höheren Preis haben"

Bild: Federico Gambarini/dpa

Windräder vor einem Braunkohlekraftwerk:"Klimaschädliches Verhalten muss einen höheren Preis haben"

Bild: Federico Gambarini/dpa

Um beim Klimaschutz schneller voranzukommen, fordert der Deutsche Städtetag, den CO2-Preis auf Öl und Gas zeitnah auf mindestens 50 Euro pro Tonne zu erhöhen.
##alternative##
dpa
03.07.2021 | Stand: 16:00 Uhr

"Wir müssen beim Klimaschutz mutigere Schritte gehen. Klimaschädliches Verhalten muss einen höheren Preis haben", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung am Samstag. Ohne einen höheren CO2-Preis könne es keine ausreichenden Anreize für Verhaltensänderungen geben, argumentierte Jung. Das bedeute dann aber auch, den öffentlichen Nahverkehr und die Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien deutlich auszubauen, sagte Jung.

Auch der soziale Ausgleich dürfe bei steigenden CO2-Preisen nicht fehlen. Vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen dürften nicht zusätzlich durch höhere Kosten belastet werden, erklärte Jung. Eine konkrete Jahreszahl für den geforderten Anstieg auf mindestens 50 Euro nannte der Deutsche Städtetag aber nicht.

CO2-Preis soll bis 2025 schrittweise auf 55 Euro pro Tonne steigen

Derzeit liegt der CO2-Preis, der seit 1. Januar im Wärme- und Verkehrsbereich auf fossile Energieträger gilt, bei 25 Euro pro Tonne Kohlenstoffdioxid (CO2). Er soll bis 2025 schrittweise auf 55 Euro steigen, im kommenden Jahr soll er nach den Plänen der Bundesregierung bei 30 Euro liegen.

Mit der Forderung nach einer noch schnelleren Erhöhung wolle der Städtetag vor der Bundestagswahl ein Signal an die Parteien senden, sagte Jung. Die Klimaschutzmaßnahmen müssten über die Pläne der aktuellen Bundesregierung hinausgehen. "Die Städte wollen das Ziel der Klimaneutralität so schnell wie möglich erreichen. Damit das gelingt, erwarten wir nach der Wahl weitreichende und schnelle Entscheidungen der Bundespolitik", sagte Jung.

Lesen Sie auch: Mit 150 Millionen Euro will das Bundesumweltministerium die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz im Bereich Klimaschutz fördern.

Lesen Sie auch
##alternative##
Spritpreise

Wahlkampf an der Tanke - Streit um höheren Benzinpreis