Abschiebeflug

Deutschland fliegt 30 abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan aus

Polizeibeamte begleiten einen Afghanen in ein Charterflugzeug (Archivbild). Deutschland hat wieder abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan ausgeflogen.

Polizeibeamte begleiten einen Afghanen in ein Charterflugzeug (Archivbild). Deutschland hat wieder abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan ausgeflogen.

Bild: Michael Kappeler, dpa

Polizeibeamte begleiten einen Afghanen in ein Charterflugzeug (Archivbild). Deutschland hat wieder abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan ausgeflogen.

Bild: Michael Kappeler, dpa

Nach einer Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie ist in Afghanistan erstmals seit März wieder ein Abschiebeflug aus Deutschland eingetroffen.
dpa
17.12.2020 | Stand: 08:37 Uhr

Die Maschine mit 30 abgelehnten Asylbewerbern landete am Donnerstagmorgen am Flughafen der Hauptstadt Kabul, wie es aus dem afghanischen Flüchtlingsministerium hieß.

Die Maschine sei gegen 07.35 Uhr Ortszeit gelandet, teilten afghanische Beamte am Flughafen mit. Es war die 34. Sammelabschiebung seit dem ersten derartigen Flug im Dezember 2016. Nach coronabedingter Pause nahmen nach Angaben der afghanischen Behörden auch weitere europäische Länder Abschiebeflüge wieder auf, darunter Österreich und Bulgarien.

Die vorerst letzte Sammelabschiebung aus Deutschland fand im März statt. Abschiebungen in den Krisenstaat sind umstritten. Trotz der Aufnahme von Friedensgesprächen geht der Bürgerkrieg mit den militant-islamistischen Taliban weiter. In den vergangenen zehn Jahren wurden dabei mehr als 100 000 Zivilisten getötet oder verletzt.

Bürgerkrieg in Afghanistan geht weiter

Im laufenden Jahr trieb der Konflikt laut UN-Angaben etwa 300 000 Menschen in die Flucht. Die Wirtschaft und das ohnehin schon schwache Gesundheitssystem Afghanistans wurden durch die Corona-Pandemie stark belastet.