Möglicher CDU-Chef

"Diese Leute sind im Stoff" - Friedrich Merz verteilt Komplimente an die Grünen

CDU-Politiker Friedrich Merz verteilt ein Lob an die Grünen und sieht sie als Hauptkonkurrent bei der Bundestagswahl 2021.

CDU-Politiker Friedrich Merz verteilt ein Lob an die Grünen und sieht sie als Hauptkonkurrent bei der Bundestagswahl 2021.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa

CDU-Politiker Friedrich Merz verteilt ein Lob an die Grünen und sieht sie als Hauptkonkurrent bei der Bundestagswahl 2021.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, hat die Grünen für ihre politische Arbeit gelobt. "Die Partei arbeitet sehr diszipliniert und sehr profund."
CDU-Politiker Friedrich Merz verteilt ein Lob an die Grünen und sieht sie als Hauptkonkurrent bei der Bundestagswahl 2021.
dpa
29.09.2020 | Stand: 21:13 Uhr

Das sagt Merz, früherer Chef der Union im Bundestag am Dienstagabend bei einer Veranstaltung des CDU-Stadtverbands Murrhardt im Rems-Murr-Kreis. "Diese Leute sind im Stoff. Die sind im Thema. Die verstehen, worüber sie sprechen." Er empfinde das als Chance und Herausforderung für die CDU: "Wir müssen uns ernsthaft und solide um die politischen Themen kümmern und wir müssen der Bevölkerung glaubwürdig vermitteln, dass wir verstanden haben, worüber wir sprechen."

Friedrich Merz: CDU hat zu wenig Junge und zu wenig Frauen

Merz sprach den Grünen auch Anerkennung aus mit Blick auf deren hohen Frauenanteil. Die CDU habe da ein Problem: "Wir haben zu wenig junge Mitglieder - die Partei ist zu alt - und wir haben viel zu wenig Frauen." Der Frauenanteil in der CDU liege gerade bei 25 Prozent. Er werde sich nicht gegen eine Quote aussprechen, sagte Merz. "Vielleicht gibt es sogar noch bessere Wege, dass junge Frauen Spaß daran haben, bei uns mitzuarbeiten." Aber die CDU müsse das Thema lösen. Die Grünen hätten hinbekommen, ihre Zusammensetzung in der Partei nachhaltig zu ändern. (Lesen Sie auch: CDU-Politiker Merz über FC-Bayern-Chefetage: "Dummheit oder Arroganz")

Ein CDU-Bundesparteitag soll am 4. Dezember in Stuttgart einen Nachfolger für Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer wählen. Neben Merz kandidieren Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Laschet und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Nach dem Bundesparteitag soll der gemeinsame Kanzlerkandidat von CDU und CSU gekürt werden.

Die Entscheidung im Dezember habe eine große Tragweite und werde von der ganzen Welt beobachtet werden, sagte Merz. Es gehe nicht darum, dass irgendeine Partei einen neuen Vorsitzenden wähle. Es gehe darum, wie sich Deutschland unter Führung der einzig verbliebenen christlichen Volkspartei Europas in den nächsten Jahren entwickle.