Kommentar

Dieses Weihnachten sollte ein Fest der Verantwortung werden

Experten befürchten, dass weitere Kontaktbeschränkungen nicht zu vermeiden sein werden.

Experten befürchten, dass weitere Kontaktbeschränkungen nicht zu vermeiden sein werden.

Bild: Sebastian Willnow, dpa (Symbolbild)/Montage: AZ

Experten befürchten, dass weitere Kontaktbeschränkungen nicht zu vermeiden sein werden.

Bild: Sebastian Willnow, dpa (Symbolbild)/Montage: AZ

Corona breitet sich weiter aus und nimmt keine Rücksicht auf die Feiertage. Daher ist es wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger selbst Verantwortung übernehmen.
21.12.2021 | Stand: 21:27 Uhr

„Driving Home for Christmas“, dudelt es jetzt wieder im Radio: An Weihnachten, da wird heimgefahren zur Familie, da kommen alle zusammen, die sonst weit entfernt voneinander leben. In Zeiten der Corona-Pandemie, erst recht wenn besonders infektiöse Erreger-Stränge wie Omikron sich gerade explosionsartig verbreiten, kann das höchst gefährlich werden. Denn in der gut geheizten Stube, auf dem Sofa vor dem Christbaum, kann das Virus besonders leicht von einem Gast zum anderen springen. wenn auch besser geschützt vor einem schweren Krankheitsverlauf.

Es ist an den Bürgerinnen und Bürgern selbst, Verantwortung zu übernehmen

Wie also diese Weihnachten verbringen, fragen sich unzählige Menschen in diesen Tagen? Den lange geplanten Besuch absagen, den Kindern eröffnen, dass sie die Großeltern jetzt doch nicht sehen können? Die Suche nach Antworten gestaltete sich zuletzt schwierig zwischen knallharten Lockdown-Forderungen aus den Reihen der Mediziner und dem Versprechen mancher Volksvertreter, an Weihnachten sei praktisch alles erlaubt. Aus den zuletzt so widersprüchlichen Signalen, die Politik und Wissenschaft zuletzt in Sachen Weihnachten an das zermürbte und verunsicherte Volk sandten, lässt sich immerhin zweierlei herausfiltern. (Lesen Sie auch: Corona-Regeln: Was ist an Weihnachten erlaubt und was nicht?)

Einerseits braucht der Mensch gerade in schweren Zeiten wie diesen Nestwärme und Feste, die Hoffnung spenden. Andererseits dürfen dadurch natürlich nicht die Mitmenschen gefährdet werden. So ist es an den Bürgerinnen und Bürgern selbst, Verantwortung zu übernehmen.

Das heißt: Möglichst einige Tage vor den weihnachtlichen Familientreffen alle Kontakte so weit zu reduzieren wie möglich. Ist anschließend der Corona-Test negativ und werden alle geltenden Infektionsschutz-Regeln eingehalten, stellt eine Weihnachtsfeier im ganz kleinen Kreis dann kein zu großes Risiko mehr dar. Dass die große Silvesterparty in diesem Jahr besser ausfallen sollte, ist ohnehin klar.

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