Beschuldigte mit rechtsradikalem Hintergrund

Durchsuchungen nach Angriff auf junge Leute in Erfurt

Fahnen wehen vor der Thüringer Staatskanzlei. Nach einem Angriff auf eine Gruppe Jugendlicher vor der Erfurter Staatskanzlei am vorletzten Juliwochenende hat die Polizei am Mittwoch mehrere Objekte in Erfurt und im Saale-Holzland-Kreis durchsucht.

Fahnen wehen vor der Thüringer Staatskanzlei. Nach einem Angriff auf eine Gruppe Jugendlicher vor der Erfurter Staatskanzlei am vorletzten Juliwochenende hat die Polizei am Mittwoch mehrere Objekte in Erfurt und im Saale-Holzland-Kreis durchsucht.

Bild: picture alliance/Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Fahnen wehen vor der Thüringer Staatskanzlei. Nach einem Angriff auf eine Gruppe Jugendlicher vor der Erfurter Staatskanzlei am vorletzten Juliwochenende hat die Polizei am Mittwoch mehrere Objekte in Erfurt und im Saale-Holzland-Kreis durchsucht.

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Nach einem brutalen Angriff auf eine Gruppe junger Leute vor der Erfurter Staatskanzlei hat die Polizei mehrere Gebäude durchsucht und Beweismittel gesichert.
Fahnen wehen vor der Thüringer Staatskanzlei. Nach einem Angriff auf eine Gruppe Jugendlicher vor der Erfurter Staatskanzlei am vorletzten Juliwochenende hat die Polizei am Mittwoch mehrere Objekte in Erfurt und im Saale-Holzland-Kreis durchsucht.
dpa
05.08.2020 | Stand: 21:48 Uhr

Die Razzien richteten sich laut Landeskriminalamt gegen neun Tatverdächtige, gegen zwölf wird den Angaben zufolge ermittelt. Nach Erkenntnissen der Polizei haben einige der Beschuldigten einen rechtsextremen Hintergrund.

Sie seien teilweise wegen rechtsmotivierter Straftaten polizeibekannt beziehungsweise wegen Gewalttaten bereits vorbestraft, sagt Hannes Grünseisen, Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt.

Die Tatverdächtigen sollen am 18. Juli auf etwa 15 junge Männer und Frauen auf einer Grünfläche vor der Staatskanzlei eingeschlagen und eingetreten haben.

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Zwei Wochen später sorgte in Erfurt ein weiterer Fall für Aufsehen. Bei einem rassistischen Angriff auf drei Männer aus Guinea wurden zwei von ihnen verletzt. Die Tat soll nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht im Zusammenhang mit dem ersten Vorfall stehen.

Wer begann mit den Attacken?

Inzwischen geht die Staatsanwaltschaft auch Vorwürfen gegen die drei Männer aus Guinea nach. Einer der Tatverdächtigen, der selbst Verletzungen davon trug, stellte gegen sie Strafanzeige und gab an, zuerst attackiert worden zu sein.

Die Thüringer Linke-Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss begrüßte die Razzien zum Vorfall vor der Staatskanzlei, äußerte aber Unverständnis darüber, dass sie erst zweieinhalb Wochen nach der Tat erfolgt seien.