Gerd Müller zieht sich aus der Politik zurück

"Einzig kompetenter Minister" der CSU: Das sagt das Satireportal "Der Postillon" über Gerd Müller

Das Satireportal "Der Postillon" äußerte sich bissig über die politischen Verfehlungen der CSU-Minister im Bundeskabinett. Hintergrund ist der angekündigte bundespolitische Rückzug von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) - dem "einzig kompetenten Minister".

Das Satireportal "Der Postillon" äußerte sich bissig über die politischen Verfehlungen der CSU-Minister im Bundeskabinett. Hintergrund ist der angekündigte bundespolitische Rückzug von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) - dem "einzig kompetenten Minister".

Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa

Das Satireportal "Der Postillon" äußerte sich bissig über die politischen Verfehlungen der CSU-Minister im Bundeskabinett. Hintergrund ist der angekündigte bundespolitische Rückzug von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) - dem "einzig kompetenten Minister".

Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa

Mit seiner Kompetenz habe Entwicklungsminister Müller dem Ansehen der CSU geschadet, so der Postillon. Besonders Scheuer und Seehofer müssen Kritik einstecken.

17.09.2020 | Stand: 08:35 Uhr

Der Allgäuer Bundestagsabgeordnete und Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat kürzlich bekannt gegeben, dass er sich nach dem Ende der laufenden Legislaturperiode aus der Bundespolitik zurückziehen werde. (Lesen Sie auch: Nach dem Rückzug: Wer wird Nachfolger von Entwicklungsminister Gerd Müller?)

Das Satireportal "Der Postillon", das immer wieder durch provokante und bissige Beiträge auffällt, nahm diese Entscheidung zum Anlass, ein kritisches Auge auf die anderen CSU-Minister im Bundeskabinett und die ganze Christlich Soziale Union zu werfen: "Schadete dem Ansehen der Partei: CSU zieht einzigen kompetenten Minister zurück", titelte der Postillon mit Verweis auf Müller.

Gerd Müller habe mit seiner Kompetenz der CSU geschadet, spottet der Postillon

Gerd Müller sei wegen "fehlender Inkompetenz und Lobbyistenhörigkeit" bei seinen CSU-Kollegen angeeckt, seine "jahrelange Skandallosigkeit" sei parteischädigend gewesen, witzelte das Satireportal.

Denn im Gegenzug zu den anderen beiden CSU-Ministern Horst Seehofer und Andreas Scheuer habe Müller keine hunderte Millionen Euro in gescheiterte Projekte versenkt, "wirr herumgepoltert" oder sich Gesetzestexte von Lobbyisten diktieren lassen - dies passe einfach nicht zum Ruf der Partei.

Auch einen "Parteiinsider" zitiert der Postillon: Zumindest eine eigene Korruptionsaffäre hätte sich Gerd Müller ja leisten können, sagt er.

Der satirische Beitrag kommt bei Facebook gut an: Hunderte Kommentare sind darunter zu finden - und die Mehrheit der Nutzer stimmen der Aussage des Satireportals zu.

Ein kompetenter CSU-Minister? Das konnte auf Dauer nicht gut gehen. #GerdMüllerRückzug

Gepostet von Der Postillon am Montag, 14. September 2020

 

 "Traurig aber wahr. Augenscheinlich der einzige CSU Politiker, der beides hat.. Kompetenz und Charakter", schreibt zum Beispiel eine Nutzerin. "Schade, dass immer die "Guten" gehen. So ein seriöser, sympathischer Politiker (und dabei auch noch Mensch)!", schreibt eine andere. Dass auch die Fans des Satireportals Humor besitzen, beweist ein weiterer Nutzer, der kommentiert: "Ausgerechnet der Bomber der Nation! Bitter!" Er spielt dabei auf den bekannten Fußballspieler an, der ebenfalls Gerd Müller heißt. 

 

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Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU): Sein Werdegang in Bildern