Neue Leistungen für Eltern

Neue Familienministerin: Bezahlter Urlaub für Väter nach Geburt soll kommen

Gute Nachrichten für werdende Eltern: Künftig sollen Väter zwei zusätzliche Wochen bezahlten Urlaub direkt nach der Geburt bekommen.

Gute Nachrichten für werdende Eltern: Künftig sollen Väter zwei zusätzliche Wochen bezahlten Urlaub direkt nach der Geburt bekommen.

Bild: Alexander Kaya, dpa (Symbolbild)

Gute Nachrichten für werdende Eltern: Künftig sollen Väter zwei zusätzliche Wochen bezahlten Urlaub direkt nach der Geburt bekommen.

Bild: Alexander Kaya, dpa (Symbolbild)

Zwei Wochen Urlaub, wenn das Baby da ist: Familienministerin Anne Spiegel will frischgebackenen Eltern direkt nach der Geburt eine bezahlte Auszeit ermöglichen.
20.12.2021 | Stand: 13:49 Uhr

Für viele werdende Eltern ist das eine tolle Nachricht: Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) will frischgebackenen Eltern direkt nach der Geburt eine gemeinsame Auszeit ermöglichen. Genauer gesagt soll es zwei Wochen bezahlten Urlaub für Väter geben. "Neu einführen werden wir, dass ein Elternteil – zumeist die Väter – für die ersten zwei Wochen nach der Geburt bei vollem Gehalt bei der Familie bleiben kann", sagte Spiegel der "Rheinischen Post": "Bisher hat man dafür oft mühsam Tage zusammengespart."

Spiegel: Kinder verdienen besondere Anerkennung in Pandemie

Die Bundesfamilienministerin kann zudem vorstellen, das Durchhaltevermögen von Kindern in der Corona-Pandemie stärker zu belohnen. "Das Bundesfamilienministerium hat ja bereits ein Corona-Aufholpaket von einer Milliarde Euro geschnürt, damit Kinder wieder mehr Sport, Kultur und Freizeit erleben können", sagte Spiegel ebenfalls der "Rheinischen Post". "Aber ich bin offen dafür, dass es auch eine weitere Anerkennung für das solidarische Verhalten der Kinder in der Pandemie gibt. Beispielsweise in Form eines Zoogutscheins oder ähnlichem."

"Kinder sind nicht der Treiber der Pandemie"

Was sie als Ministerin ärgere, seien "voreilige Vorstöße" für eine Kinder-Impfpflicht. Diskussionen darüber dürften nicht auf dem Rücken der Kinder geführt werden, mahnte sie. Kinder zeigten viel Verständnis und Solidarität. "Sie sind nicht die Treiber der Pandemie", betonte Spiegel. Was die Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen bringe, seien ungeimpfte Erwachsene.

Sie wünsche allen Familien in Deutschland, "dass sie über die Feiertage Gelegenheit zum Durchschnaufen haben werden". Nach diesem kräftezehrenden Jahr sei das wichtig. "Der Weihnachtszauber darf Corona nicht zum Opfer fallen", sagte Spiegel. Sie appelliere aber an alle Menschen, die Kontaktbeschränkungen ernst zu nehmen und im kleinen Kreis zu feiern (hier eine Übersicht, welche Corona-Regeln im Allgäu an Weihnachten gelten). "Am besten natürlich geimpft und getestet. Nur so können wir diese Pandemie besiegen und die fünfte Welle abwenden oder klein halten."

Für nur 0,99 € einen Monat alle exklusiven AZ Plus-Artikel auf allgaeuer-zeitung.de lesen
Jetzt testen
Ausblenden | Ich habe bereits ein Abo.