Neue Corona-Maßnahmen

FDP-Chef Lindner: Corona-Gesetzentwurf "nicht zustimmungsfähig"

FDP-Chef Lindner hat "erhebliche Bedenken" wegen der vorgeschlagenen Corona-Maßnahmen für ganz Deutschland.

FDP-Chef Lindner hat "erhebliche Bedenken" wegen der vorgeschlagenen Corona-Maßnahmen für ganz Deutschland.

Bild: Kay Nietfeld, dpa (Archiv)

FDP-Chef Lindner hat "erhebliche Bedenken" wegen der vorgeschlagenen Corona-Maßnahmen für ganz Deutschland.

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Die FDP lehnt die vorgeschlagenen Corona-Maßnahmen für ganz Deutschland ab. Fraktionschef Lindner hat Bedenken, ob die Regeln verfassungsrechtlich sind.
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dpa
11.04.2021 | Stand: 16:02 Uhr

Die FDP-Fraktion lehnt den Gesetzentwurf der Bundesregierung für einheitliche Corona-Maßnahmen ab. "Der Entwurf ist in der vorliegenden Fassung für die Fraktion der Freien Demokraten nicht zustimmungsfähig", schrieb Fraktionschef Christian Lindner in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU). Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, zuvor hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe darüber berichtet.

FDP-Chef: "Erhebliche Bedenken" wegen der vorgeschlagenen Corona-Maßnahmen

Es gebe "erhebliche Bedenken", ob die vorgeschlagenen Maßnahmen wirksam und verhältnismäßig seien und einer verfassungsrechtlichen Prüfung standhielten, schrieb Lindner. Er kündigte Änderungsanträge an und forderte eine Expertenanhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags. "Sollte das Pandemiegeschehen vor Ort es während der Beratung dieses Gesetzes erforderlich machen, dass zusätzliche Maßnahmen verhangen werden müssen, haben die Länder dazu alle rechtlichen Befugnisse", erklärte Lindner.

Konkret kritisiert die FDP, dass keine testbasierten Öffnungskonzepte und Raum für Modellprojekte vorgesehen seien. Außerdem fehlten Ausnahmen für Geimpfte. Die geplanten Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und 5 Uhr seien bei einer Inzidenz von 100 "ein unverhältnismäßiger und epidemiologisch unbegründeter Eingriff in die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger".

Überhaupt sei die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner als alleiniger Maßstab für Schutzmaßnahmen ungeeignet. Testkapazitäten, die Belastung des Gesundheitssystems und der Impffortschritt müssten einbezogen werden.

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