Flüchtlinge in Belarus

Russland will im Streit um Migranten in Belarus helfen

Wladimir Putin und die russiche Regierung wollen sich nun doch an einer Lösung der Flüchtlingskrise an der polnisch-belarussichen Grenze beteiligen.

Wladimir Putin und die russiche Regierung wollen sich nun doch an einer Lösung der Flüchtlingskrise an der polnisch-belarussichen Grenze beteiligen.

Bild: Mikhail Metzel, dpa

Wladimir Putin und die russiche Regierung wollen sich nun doch an einer Lösung der Flüchtlingskrise an der polnisch-belarussichen Grenze beteiligen.

Bild: Mikhail Metzel, dpa

Der Kreml hat angekündigt, sich für eine Lösung der Flüchtlingskrise in Belarus einzusetzen, nachdem Kanzlerin Merkel Wladimir Putin um Hilfe gebeten hatte.
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dpa
11.11.2021 | Stand: 11:41 Uhr

Russland will angesichts der angespannten Lage um die Migranten an der EU-Außengrenze zu Belarus nun doch bei der Lösung des Problems helfen. "Russland versucht – wie andere Länder auch –, sich bei der Lösung der Situation einzusetzen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge.

Zuvor hatte Kanzlerin Angela Merkel den russischen Präsidenten Wladimir Putin um Hilfe gebeten. Putin hat einen direkten Draht zum belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko. Russland drohen inzwischen selbst Sanktionen wegen der Lage in Belarus.

Putin schlug erst direkte Verhandlungen mut Lukaschenko vor

Der Kremlchef hatte Merkel nach Angaben der Präsidialverwaltung zunächst vorgeschlagen, die EU und Lukaschenko sollten direkt miteinander verhandeln. Nach der umstrittenen Präsidentenwahl im vergangenen Jahr erkennt die EU Lukaschenko allerdings nicht mehr als Staatschef an. Auch die belarussische Opposition hatte davor gewarnt, das "Regime von Diktator Lukaschenko" durch solche Verhandlungen praktisch zu legitimieren.

Russland weist Anschuldigungen von sich

Lukaschenko steht international in der Kritik, die Migranten als Druckmittel zu benutzen, um eine Aufhebung der Sanktionen gegen Belarus zu erreichen. Kremlsprecher Peskow wies erneut zurück, dass Russland etwas mit der Schleusung von Menschen durch Belarus an die EU-Grenze zu tun habe. Auch die staatliche russische Fluggesellschaft Aeroflot wies Interfax zufolge angesichts drohender EU-Sanktionen Vorwürfe zurück, an dem Transport von Migranten nach Belarus beteiligt zu sein.

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