Ahrweiler

Bekannter Fluthelfer: Kappen-Versteigerung bringt 80.350 Euro für Opfer

Mit der Online-Versteigerung seiner alten Baseball-Kappe hat Fluthelfer Markus Wipperfürth mehr als 80.000 Euro erzielt.

Mit der Online-Versteigerung seiner alten Baseball-Kappe hat Fluthelfer Markus Wipperfürth mehr als 80.000 Euro erzielt.

Bild: Oliver Berg, dpa

Mit der Online-Versteigerung seiner alten Baseball-Kappe hat Fluthelfer Markus Wipperfürth mehr als 80.000 Euro erzielt.

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Mehr als 80.000 Euro für eine Baseball-Kappe. Hier geht's aber nicht um ein teures Designer-Produkt, sondern um eine Spendenaktion für die Betroffenen der Flut.
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dpa
11.08.2021 | Stand: 11:32 Uhr

Die Online-Versteigerung einer alten Baseball-Kappe des Ahr-Fluthelfers Markus Wipperfürth ist am Montagabend mit 80.350 Euro zu Ende gegangen. 41 Bieter hatten zuvor innerhalb von drei Tage 90 Mal geboten, geht aus der Ebay-Gebotsübersicht hervor. Das Geld werde vollständig den Flutopfern zugutekommen, hatte Wipperfürth zuvor versichert. Wer so viel Geld für eine abgenutzte Kappe bezahlt hat, blieb offen: Der Käufer trat nicht namentlich in Erscheinung.

Kappen-Versteigerung: Bis Donnerstagnachmittag waren mehr als 133.000 Euro geboten worden.

Die Versteigerung hatte auch für den Anbieter überraschend hohe Angebote erbracht. Bis Donnerstagnachmittag waren auf der Internet-Plattform sogar schon mehr als 133.000 Euro geboten worden. Dann verschwand die Seite plötzlich aus dem Netz. Die Auktion war Ebay zufolge automatisiert gestoppt worden und erst am Freitagabend wieder abrufbar. Am Sonntagnachmittag lag das letzte Gebot bei 124.299 Euro (Lesen Sie dazu: Sonthofer Helfer nach Hochwasser in Ahrweiler: „Es war schlimmer als gedacht“).

Der gültige Versteigerungspreis liegt nun am Ende darunter. Ebay bietet die Möglichkeit, mit Einverständnis des Verkäufers Gebote auch wieder zurückzunehmen. Im Bietprozess habe es 15 Rücknahmen gegeben, teilte Ebay mit.

In seinen Videos aus dem Hochwassergebiet hatte der Unternehmer auch die Rolle der Behörden kritisiert und sie aufgefordert, sich zurückzuziehen. Das hatte ihm in den sozialen Netzwerken Zuspruch aus der "Querdenker"-Szene eingebracht, von der er sich aber distanzierte: "Mit "Querdenkern" habe ich absolut nichts zu tun."

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