Distanzunterricht und Notbetreuung

Bundesfamilienministerin Giffey will einheitliche Corona-Regeln in Schulen und Kitas

Die Bundesfamilienminsterin Franziska Giffey spricht sich für bundesweit einheitliche Corona-Regelungen in Kindergärten und Schulen aus.

Die Bundesfamilienminsterin Franziska Giffey spricht sich für bundesweit einheitliche Corona-Regelungen in Kindergärten und Schulen aus.

Bild: Kay Nietfeld, dpa

Die Bundesfamilienminsterin Franziska Giffey spricht sich für bundesweit einheitliche Corona-Regelungen in Kindergärten und Schulen aus.

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Die Schulen in Bayern bleiben bis Ende Januar geschlossen - Distanzunterricht und Notbetreuung ist die Devise. Doch wie findet man zurück in die Normalität?
Die Bundesfamilienminsterin Franziska Giffey spricht sich für bundesweit einheitliche Corona-Regelungen in Kindergärten und Schulen aus.
dpa
11.01.2021 | Stand: 08:36 Uhr

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die Bundesländer dazu aufgerufen, sich in der Corona-Pandemie auf möglichst einheitliche Regelungen für Schulen und Kitas zu verständigen. "Eltern wünschen sich bei allen Maßnahmen, die wir jetzt treffen, ein möglichst bundesweit einheitliches und verlässliches Vorgehen", sagte die SPD-Politikerin der Rheinischen Post (Montag). "Auch ich halte das für sinnvoll und setze mich für einen gemeinsamen Rahmen ein, wie es in den Ländern nach den harten Einschränkungen perspektivisch weitergehen kann."

"Bei allem richtigen Bemühen um Bildungsgerechtigkeit und Vereinbarkeit ist im Moment nicht die Zeit für Lockerungen", sagte Giffey weiter. Sie plädierte für die Wiederauflage eines klaren Stufenplans zur Rückkehr in den Regelbetrieb. "Im vergangenen Jahr haben wir mit dem von Bund und Ländern erarbeiteten Stufenplan zur Rückkehr in den Regelbetrieb gute Erfahrungen gemacht. Dieses abgestimmte gemeinsame Vorgehen hat Klarheit und Perspektive gegeben. So etwas wäre auch für dieses Jahr wieder angezeigt."

Corona-Chaos an Schulen: Kinderschutzbund spricht von Versagen

Der Deutsche Kinderschutzbund übte unterdessen scharfe Kritik an den Maßnahmen der Länder in Sachen Schulen. "Es ist mir ein Rätsel, warum die Länder den Sommer nicht genutzt haben, klare und verbindliche Regelungen für Präsenzbetrieb, Wechselunterricht und Fernunterricht zu entwickeln und die Schulen entsprechend auszustatten", sagte Präsident Heinz Hilgers der Rheinischen Post. "Das ist ein Versagen, das die Akzeptanz in die notwendigen Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung zu mindern droht."

Es sei nicht verantwortlich, Schulen um jeden Preis öffnen zu wollen und dieses Versprechen dann binnen Stunden oder Tagen wieder kassieren zu müssen. "Ich appelliere weiterhin an die Landesbildungsministerinnen und -minister, sich auf ein realistisches und verbindliches Vorgehen zu verständigen und Kinder und ihren Familien so zumindest mittelfristige Planungssicherheit zu verschaffen."

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