"Lügnerische Medien"

Hackerangriff: Trump widerspricht Pompeo und nimmt Russland in Schutz

Derzeit oft auf dem Golfplatz zu finden: US-Präsident Donald Trump (r.).

Derzeit oft auf dem Golfplatz zu finden: US-Präsident Donald Trump (r.).

Bild: Manuel Balce Ceneta/dpa

Derzeit oft auf dem Golfplatz zu finden: US-Präsident Donald Trump (r.).

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US-Außenminister Pompeo ist sich sicher, dass Russland hinter der Hackerattacke auf Regierungseinrichtungen steckt. Trump hat aber eine ganz andere Theorie.
dpa
19.12.2020 | Stand: 18:12 Uhr

Der amtierende US-Präsident Donald Trump sieht anders als sein Außenminister Mike Pompeo nicht unbedingt Russland hinter der groß angelegten Cyberattacke auf amerikanische Regierungseinrichtungen - sondern womöglich China. Es werde immer gleich Russland verdächtigt, wenn etwas passiere, schrieb Trump am Samstag auf Twitter, nachdem er tagelang öffentlich zu der Cyberattacke geschwiegen hatte. Dabei könne es möglicherweise auch China sein, doch diese Option werde "aus überwiegend finanziellen Gründen" nicht diskutiert.

Pompeo hatte zuvor Russland für die groß angelegte Cyberattacke auf amerikanische Regierungseinrichtungen verantwortlich gemacht. Es lasse sich nun "ziemlich klar" sagen, dass die Russen hinter dem Angriff steckten, sagte Pompeo am Freitagabend (Ortszeit) in einem Radiointerview. Russland hat jede Verbindung zu dem Hackerangriff zurückgewiesen.

Hackerangriff auf US-Regierung: Trump spielt Gefahr herunter

Trump spielte in seinem Tweet auch das Ausmaß und die Gefahr der Cyberattacke herunter. Der Angriff werde in den "lügnerischen Medien" weit größer dargestellt als er tatsächlich sei. "Ich wurde umfassend informiert, und es ist alles voll unter Kontrolle", schrieb er.

Die US-Behörde für Cyber- und Infrastruktursicherheit (Cisa) hatte den Hackerangriff als "ernste Gefahr" für die Bundesregierung, für Regierungen von Bundesstaaten und Kommunen, für die kritische Infrastruktur und für Organisationen des Privatsektors eingestuft, und erklärt, die Attacke dauere mindestens seit März an.

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