Corona-Impfung

Künftig Zweitimpfung bei Johnson&Johnson nötig

Wer nur einmal mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson geimpft wurde, soll künftig nicht mehr als vollständig geimpft gelten.

Wer nur einmal mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson geimpft wurde, soll künftig nicht mehr als vollständig geimpft gelten.

Bild: Jessica Hill, dpa (Archivbild)

Wer nur einmal mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson geimpft wurde, soll künftig nicht mehr als vollständig geimpft gelten.

Bild: Jessica Hill, dpa (Archivbild)

Die digitalen Impfnachweise sollen an EU-Vorgaben angepasst werden. Das betrifft vor allem Menschen, die mit dem Johnson&Johnson-Impfstoff geimpft wurden.
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dpa
18.01.2022 | Stand: 17:46 Uhr

Bis Anfang kommenden Monats sollen in Deutschland die digitalen Impfnachweise an jüngste EU-Vorgaben sowie an Erkenntnisse zur Wirksamkeit des Impfstoffs von Johnson&Johnson angepasst werden. Umgesetzt werden soll damit die Vorgabe der Europäischen Union, nach der Impfzertifikate in der EU künftig nur noch neun Monate nach der Grundimmunisierung gegen das Coronavirus gültig sind, wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Dienstag in Berlin sagte. Im Zuge dessen sollen in Deutschland demnach auch die Vorgaben für eine Impfung mit dem Vakzin von Johnson&Johnson geändert werden.

2G-Regel: Vollständiger Impfschutz nur mit Zweitimpfung nach Johnson&Johnson

Als geimpft mit vollständigem Grundschutz gilt man in Deutschland künftig erst dann, wenn auf die Johnson&Johnson-Erstimpfung eine zweite Impfung erfolgt, so der Sprecher. Dies solle möglichst mit einem mRNA-Vakzin wie dem von Biontech/Pfizer oder Moderna erfolgen, wie er bekräftigte. Der vollständige Schutz ist etwa für die Einhaltung von 2G-Zugangsregeln nötig.

Mit diesem Schritt soll einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission nachgekommen werden. Diese empfiehlt allen Menschen ab 18 Jahren, die eine erste Johnson&Johnson-Dosis erhalten haben, ihre Immunisierung mit einer zweiten Impfstoffdosis mit einem mRNA-Impfstoff zu optimieren. Die Optimierung der Immunisierung mit einem mRNA-Impfstoff als zweite Impfdosis wird dabei unabhängig vom Zeitpunkt der Erstimpfung empfohlen - aber mit einem Mindestabstand von vier Wochen. (Lesen Sie auch: Wer gilt jetzt eigentlich als geboostert?)

Drittimpfung auch nach Zweitimpfung sinnvoll

Laut der EU-weiten Zulassung für diesen Impfstoff hingegen ist für die Grundimmunisierung nur eine Impfstoffdosis nötig - die Regeln in Deutschland weichen somit künftig hiervon ab.

Eine Drittimpfung sei zudem auch nach Johnson&Johnson-Erstimpfung sowie einer Zweitimpfung sinnvoll, auch hier idealerweise mit einem mRNA-Impfstoff, so der Sprecher. Heute zählen in einigen Bundesländern Johnson&-Johnson-Erstgeimpfte nach nur einer weiteren Impfung schon als "geboostert", wenn es um 2G-plus-Regeln geht und Eintritt nur Geimpften und Genesenen gestattet ist, die zudem getestet sind oder eine Auffrischungsimpfung erhalten haben.

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