Corona-Impfstoff

Priorität entfällt: Eine Million Astrazeneca-Dosen für Arztpraxen in der kommenden Woche

In der kommenden Woche sollen eine Million Astrazeneca-Impfdosen geliefert werden, die auch ohne Priorisierung vergeben werden.

In der kommenden Woche sollen eine Million Astrazeneca-Impfdosen geliefert werden, die auch ohne Priorisierung vergeben werden.

Bild: Hannibal Hanschke, dpa (Symbolbild)

In der kommenden Woche sollen eine Million Astrazeneca-Impfdosen geliefert werden, die auch ohne Priorisierung vergeben werden.

Bild: Hannibal Hanschke, dpa (Symbolbild)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigt eine Lieferung von einer Million Astrazeneca-Dosen an. Diese sollen ohne Priorisierung vergeben werden.
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dpa
07.05.2021 | Stand: 12:15 Uhr

In der kommenden Woche sollen eine Million Astrazeneca-Dosen an die Arztpraxen in Deutschland geliefert werden, die dann ohne Priorisierung vergeben werden. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag in Berlin an. Am Vortag hatten Bund und Länder die Priorisierung mit einer festen Vorrangliste für diesen Impfstoff aufgehoben. Künftig ist es dem Arzt in Absprache mit dem Impfling auch freigestellt, den Abstand für eine Astrazeneca-Zweitimpfung von zwölf auf bis zu vier Wochen zu verkürzen.

Je kürzer der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung, desto geringer die Wirksamkeit

Spahn betonte: "Die Wirksamkeit ist umso höher, desto länger der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung ist." Die Wirksamkeit einer zweimaligen Impfung im Abstand von vier bis acht Wochen liegt laut Studien bei 50,4 Prozent, bei zwölf und mehr Wochen bei bis zu 82,4 Prozent.

Auf die Frage, ob mit einer Verkürzung des Intervalls die Urlaubsplanung von Impfwilligen zulasten der Wirksamkeit unterstützt werden soll, verteidigte Spahn den Schritt: Viele wollten sich augenscheinlich derzeit nicht mit Astrazeneca impfen lassen, weil sie dann erst im August den vollen Impfschutz bekommen. Da auch die Erstimpfung schon gegen das Virus schütze, sei so eine geringere Akzeptanz aber für die Pandemiebekämpfung insgesamt nicht gut. "In dieser Phase der Pandemie haben wir ein großes Interesse daran, dass viele Menschen sich impfen lassen." (Lesen Sie auch: Bundesregierung steht Freigabe von Impfpatenten skeptisch gegenüber)

Die Freigabe von Astrazeneca sei besonders für diejenigen attraktiv, "die nicht so schnell an eine Impfung kommen würden." Aber angesichts der beschränkten Liefermengen gelte auch weiter: "Es können nicht innerhalb von drei oder fünf Tagen oder auch von zwei Wochen alle geimpft werden."

Corona: 70 Prozent der Über-60-Jährigen geimpft

Bei den Über-60-Jährigen seien je nach Bundesland nun rund 70 Prozent der Bevölkerung geimpft. Empfohlen wird das Astrazeneca-Präparat nach Bekanntwerden von sehr seltenen schweren Nebenwirkungen vor allem bei jüngeren Frauen für Menschen ab 60. Aber auch Jüngere können sich damit impfen lassen.

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