Merkel-Nachfolge

Kanzler-Kandidat der CDU: Laschet will auf Augenhöhe mit Söder und der CSU entscheiden

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet mahnt in der K-Frage dazu, die CSU und Markus Söder nicht zu übergehen.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet mahnt in der K-Frage dazu, die CSU und Markus Söder nicht zu übergehen.

Bild: Vennenbernd und Kneffel, dpa

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet mahnt in der K-Frage dazu, die CSU und Markus Söder nicht zu übergehen.

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Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet warnt seine Partei vor Überheblichkeit in der Kanzler-Frage. Warum das der CSU zugute kommen kann.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet mahnt in der K-Frage dazu, die CSU und Markus Söder nicht zu übergehen.
dpa
07.09.2020 | Stand: 16:54 Uhr

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und Bewerber um den CDU-Vorsitz, Armin Laschet, hat seine Partei vor Überheblichkeit in der Frage der Kanzlerkandidatur gewarnt. Die sei mit der CSU "auf Augenhöhe zu entscheiden - nicht durch überstimmen", sagte Laschet am Montag bei der Jahreshauptversammlung der nordrhein-westfälischen Zeitungsverleger in Düsseldorf.

Es sei falsch zu glauben, die Kanzlerkandidatur laufe automatisch auf die CDU zu. (Lesen Sie dazu hier: CDU und die K-Frage: Merkel lässt mit Bemerkung über Laschet aufhorchen.)

"Das haben sich bei uns manche so angewöhnt, dass schon sicher davon ausgegangen wird, wer CDU-Vorsitzender wird, wird auch Kanzler", kritisierte Laschet. "Das wird ein harter Kampf." Eine entscheidende Frage sei, ob die FDP es im nächsten Jahr überhaupt wieder in den Bundestag schaffe.

"Der große Kampf der nächsten Jahre"

Falls es 2021 - wie bei der Bundestagswahl 2013 - erneut eine rechnerische Mehrheit für Rot-Rot-Grün gäbe, "dann machen sie es", sagte Laschet. "Das wird der große Kampf des nächsten Jahres sein. Das wird die Aufgabe sein, die CDU in der Mitte zu profilieren."

Bislang gelten neben Laschet der Wirtschaftsexperte Friedrich Merz und der Außenexperte Norbert Röttgen als aussichtsreiche Kandidaten für den CDU-Vorsitz. Lesen Sie außerdem hier: Soll Merkel nochmals als Kanzlerin antreten?

Auf die Frage, warum es nicht möglich sei, eine Team-Lösung zu finden und alle in eine mögliche spätere Regierungsverantwortung einzubinden, sagte Laschet: "Ich finde nicht, dass man jetzt schon irgendwelche Posten verteilen sollte, und ich finde auch nicht, nur weil einer einfach kandidiert, kriegt er einen Posten. Das ist keine Methode."