Familie

Lambrecht fordert Länder zu Kompromiss bei Ganztagsbetreuung auf

Christine Lambrecht im Bundestag.

Christine Lambrecht im Bundestag.

Bild: Kay Nietfeld, dpa

Christine Lambrecht im Bundestag.

Bild: Kay Nietfeld, dpa

"Wenn ein Kind in die Schule kommt, ist plötzlich die Betreuung am Nachmittag nicht mehr vorhanden, die es vorher in der Kita gab", sagt Lambrecht.
03.09.2021 | Stand: 10:17 Uhr

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht hat die Länder aufgefordert, den Weg für einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz in Grundschulen frei zu machen. Es sei wichtig das Recht auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter noch in dieser Legislaturperiode zu verankern.

Die SPD-Ministerin fordert die Bundesländer auf am kommenden Montag im Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat zu einem Kompromiss in dem Streit auf. „Ganz, ganz viele Eltern warten darauf“, betonte sie.

Christine Lambrecht: "Eine gute und faire Lösung finden"

„Als Bund sind wir den Ländern bereits bei den Investitionen und bei der Beteiligung an den Betriebskosten weit entgegengekommen“, sagte Lambrecht. „Jetzt brauchen wir Einigungs- und Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten, um eine gute und faire Lösung zu finden“, betonte die Bundesfamilienministerin. „Wenn ein Kind in die Schule kommt, ist plötzlich die Betreuung am Nachmittag nicht mehr vorhanden, die es vorher in der Kita gab. Das wollen wir ändern - und damit allen Kindern, unabhängig von ihrer Herkunft und dem Geldbeutel der Eltern, gute Bildungschancen ermöglichen.“

Die Länder hatten das von der Koalition im Bundestag beschlossene Gesetz, wonach Grundschulkinder von 2026 an einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz erhalten sollen, im Juni im Bundesrat abgelehnt. Die Länder fürchten eine finanzielle Überforderung ihrer Haushalte und der Kommunen.