Corona-Pandemie

Lauterbach schließt auch Diskussion über harten Lockdown nicht aus

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schließt schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht aus.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schließt schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht aus.

Bild: Moritz Frankenberg, dpa

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schließt schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht aus.

Bild: Moritz Frankenberg, dpa

Nach den Bund-Länder-Beschlüssen zur Eindämmung der Corona-Pandemie schließt Bundesgesundheitsminister Lauterbach härtere Maßnahmen nicht aus.
##alternative##
dpa
21.12.2021 | Stand: 21:49 Uhr

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse zur Eindämmung des Coronavirus verteidigt, zugleich aber auch härtere Schritte nicht ausgeschlossen. "Das, was wir heute beschlossen haben, das erzielt Wirkung", versicherte Lauterbach am Dienstagabend in einem Interview der ARD-"Tagesthemen". "Aber wir schließen nichts aus. Also wenn tatsächlich die Fallzahlen sich so entwickeln würden, dass auch ein harter Lockdown diskutiert werden muss, dann gibt es da keine roten Linien. Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir da nicht."

Um die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante zu bremsen, haben Bund und Länder umfassende Beschränkungen des privaten und öffentlichen Lebens beschlossen7. Sie sollen aber erst nach Weihnachten gelten. Spätestens ab 28. Dezember soll generell eine Obergrenze von zehn Personen für Privattreffen gelten. Kanzler Olaf Scholz verständigte sich mit den Ministerpräsidenten der Länder zudem auf die Schließung von Clubs und Diskotheken und leere Ränge bei Fußballspielen und anderen Großveranstaltungen.

Vor der Bund-Länder-Runde: RKI fordert harte Maßnahmen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte am Dienstag kurz vor der Bund-Länder-Runde viel weitreichendere Maßnahmen gefordert, darunter sofortige maximale Kontaktbeschränkungen. Daran hatte sich bei den Beratungen Kritik entzündet. Lauterbach sagte in der Schalte, es gebe keine wissenschaftliche Zensur, die Veröffentlichung sei aber "nicht abgestimmt" gewesen, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Das dürfe nicht passieren.

In der ARD äußerte sich Lauterbach am Abend zurückhaltender. "Ich lege viel Wert auf die wissenschaftliche Beratung auch durch das RKI, wir arbeiten Hand in Hand. Aber im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit des RKI kann es auch schon mal eine Forderung geben, die wir nicht sofort umsetzen", sagte er. Zusammen mit RKI-Präsident Lothar Wieler will Lauterbach an diesem Mittwoch in Berlin erneut über die Corona-Lage in Deutschland informieren. (Lesen Sie auch: Trotz massiver Warnungen: Der Rat der RKI-Experten verpufft)

Mehr Nachrichten aus Deutschland und der Welt lesen Sie hier.

Lesen Sie auch
##alternative##
Pandemie

Lauterbach zuversichtlich für Corona-Instrumentarium

Für nur 0,99 € einen Monat alle exklusiven AZ Plus-Artikel auf allgaeuer-zeitung.de lesen
Jetzt testen
Ausblenden | Ich habe bereits ein Abo.