Neue Corona-Regeln vom 14. Oktober

Maskenpflicht, Sperrstunde, Privatfeiern: Das sind die neuen Corona-Regeln in Deutschland

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Olaf Scholz, (SPD) am Mittwoch in Berlin. Bei den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer wurden striktere Corona-Regeln - und Maßnahmen für den Herbst und Winter beschlossen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Olaf Scholz, (SPD) am Mittwoch in Berlin. Bei den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer wurden striktere Corona-Regeln - und Maßnahmen für den Herbst und Winter beschlossen.

Bild: Michael Kappeler

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Olaf Scholz, (SPD) am Mittwoch in Berlin. Bei den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer wurden striktere Corona-Regeln - und Maßnahmen für den Herbst und Winter beschlossen.

Bild: Michael Kappeler

Die Politik reagiert mit strikten Corona-Regeln auf die steigenden Zahlen in Deutschland: Das wurde zu Maskenpflicht, Gastronomie und Feiern entschieden.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Olaf Scholz, (SPD) am Mittwoch in Berlin. Bei den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer wurden striktere Corona-Regeln - und Maßnahmen für den Herbst und Winter beschlossen.
Von Allgäuer Zeitung
15.10.2020 | Stand: 08:21 Uhr

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder sind am Mittwoch erstmals seit Juni wieder persönlich zusammengekommen und berieten nicht nur per Videokonferenz über neue, schärfere Corona-Regeln.

Neue Corona-Regeln in Deutschland: Was beschlossen wurde - und was nicht

  • Maskenpflicht in Corona-Hotspots wird erweitert

In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll bereits ab dem Frühwarnwert ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen.

  • Teilnehmer bei privaten Feiern in Corona-Hotspots werden drastisch reduziert

In Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen werden private Feiern künftig generell auf maximal zehn Teilnehmer und zwei Hausstände begrenzt. Die Begrenzung gilt bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Starke Einschränkungen bei Privatfeiern und Kontakten im öffentlichen Raum

  • Sperrstunde um 23 Uhr für Gastronomie in Corona-Hotspots

In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll es künftig generell eine Sperrstunde um 23 Uhr in der Gastronomie geben. Dies soll ebenfalls ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelten.

  • Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum in Hotspots

In Corona-Hotspots mit Inzidenzwerten von mehr als 50 sollen sich künftig nur noch maximal zehn Personen im öffentlichen Raum treffen dürfen. Und sollten die neuen Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand bringen, sollen sich nur noch bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände im öffentlichen Raum treffen dürfen. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder laut dpa-Infos aus Teilnehmerkreisen. Der finale Beschluss des gesamten Konzepts stand aber noch aus.

  • Flickenteppich bei Corona-Beherbergungsverboten bleibt bis 8. November

Bund und Länder haben bei ihren Corona-Beratungen im Kanzleramt keinen einheitlichen Kurs zu den Beherbergungsverboten für Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten gefunden. Bis zum 8. November soll diese umstrittene Maßnahme demnach auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel unzufrieden und "bekümmert" mit Beschlüssen

Kanzlerin Angela Merkel war nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur mit den Beschlüssen jedoch unzufrieden und kritisierte sie massiv. "Die Ansagen von uns sind nicht hart genug, um das Unheil von uns abzuwenden", sagte die Politikerin nach übereinstimmenden Angaben von Teilnehmern am Mittwochabend während der Sitzung.

Mit den nun festgelegten Maßnahmen würden Bund und Länder in zwei Wochen eben wieder hier sitzen. "Es reicht einfach nicht, was wir hier machen." Die Grundstimmung sei, dass sich jedes Land ein kleines Schlupfloch suche. "Das ist das, was mich bekümmert. Und die Liste der Gesundheitsämter, die es nicht schafft, wird immer länger." (mit dpa)

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