Bundesverfassungsgericht

Gericht: Keine Pflicht zur Frauenquote im Bundestag

Abgeordnete stimmen im Plenum des Deutschen Bundestages am Ende der Debatte ab.

Abgeordnete stimmen im Plenum des Deutschen Bundestages am Ende der Debatte ab.

Bild: Christoph Soeder, dpa

Abgeordnete stimmen im Plenum des Deutschen Bundestages am Ende der Debatte ab.

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In deutschen Parlamenten sind Männer immer noch in der Überzahl. Verfechter einer Geschlechterquote wollen das ändern. Doch so einfach ist das nicht.
dpa
02.02.2021 | Stand: 12:02 Uhr

Eine Gruppe Frauen ist mit einer Wahlprüfungsbeschwerde wegen des geringen Anteils weiblicher Abgeordneter im Bundestag gescheitert. Das Bundesverfassungsgericht verwarf die Beschwerde als unzulässig, wie am Dienstag in Karlsruhe mitgeteilt wurde. Die Frauen meinen, dass der Gesetzgeber dafür sorgen müsste, dass die Parteien ebenso viele weibliche wie männliche Kandidaten aufstellen. Laut Gericht haben sie eine solche Pflicht des Gesetzgebers aber nicht gut genug begründet. (Az. 2 BvC 46/19)

Frauen hatten Einspruch gegen Bundestagswahl eingelegt

Die Richter weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie nicht zu entscheiden hatten, ob ein solches sogenanntes Paritätsgesetz mit dem Grundgesetz vereinbar wäre. Die Frauen hatten - damals noch gemeinsam mit einem Mann - Einspruch gegen die Bundestagswahl 2017 erhoben, weil seither nicht einmal ein Drittel der Abgeordneten weiblich sind. Diesen hatte der Bundestag 2019 zurückgewiesen. Gegen diese Entscheidung richtete sich die Wahlprüfungsbeschwerde in Karlsruhe.

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