Corona-Pandemie

Nun also doch: Schweizer Kantone schließen Skigebiete

Skifahrer gehen vor der Talstation der Engelberg-Titlis-Bergbahnen durch einen Sicherheitsbereich. In der Schweiz wird es für Skifahrer nun weniger Möglichkeiten geben.

Skifahrer gehen vor der Talstation der Engelberg-Titlis-Bergbahnen durch einen Sicherheitsbereich. In der Schweiz wird es für Skifahrer nun weniger Möglichkeiten geben.

Bild: Urs Flueeler/dpa

Skifahrer gehen vor der Talstation der Engelberg-Titlis-Bergbahnen durch einen Sicherheitsbereich. In der Schweiz wird es für Skifahrer nun weniger Möglichkeiten geben.

Bild: Urs Flueeler/dpa

Die Schweiz sträubte sich lange gegen weitreichende Maßnahmen gegen das Coronavirus - und wollte sogar alle Skigebiete offen lassen. Nun kommt es anders.
dpa
19.12.2020 | Stand: 16:03 Uhr

Mehrere Schweizer Kantone schließen wegen der Corona-Infektionszahlen nun doch ihre Skigebiete. Auch andere Maßnahmen einzelner Kantone gehen teils deutlich über die Schutzmaßnahmen hinaus, die die Regierung in Bern am Freitag landesweit vorgegeben hatte. Ab nächsten Dienstag müssen Restaurants, Kinos, Museen und Sportclubs schließen, aber Geschäfte und die Skigebiete dürfen trotz Kritik aus dem Ausland offenbleiben.

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Die Kantone Zürich, St. Gallen, Luzern, Schwyz, Nidwalden, Obwalden, Zug, Appenzell Innerrhoden und Uri kündigten an, ihre Skigebiete ab Dienstag geschlossen zu lassen. Die Corona-Lage lasse es nicht zu, dass diese den Betrieb weiterführten oder überhaupt erst aufnähmen, erklärte etwa der Luzerner Regierungsrat.

Schweiz schließt viele Skigebiete - wo sie noch offen bleiben

Offen bleiben Skigebiete dagegen zunächst in den Kantonen Bern und Wallis. Die Berner Regierung rief die Bevölkerung zur Vorsicht auf. Sie kündigte an, die Skigebiete zu schließen, falls die Situation in den Krankenhäusern schlimmer werden sollte. Andere Kantone wie Graubünden wollten noch bis Montag entscheiden, ob sie die Skigebiete über Weihnachten öffnen.

Coronavirus in der Schweiz: Gesundheitssystem ist am Limit

Die Infektionszahlen in der Schweiz gehören - im Verhältnis zur Einwohnerzahl - zu den höchsten in Europa, das Gesundheitssystem stößt vielerorts an seine Grenzen. Dennoch waren Bundesregierung und Kantone bislang zurückhaltend. Erst vergangene Woche wurden öffentliche Veranstaltungen verboten und eine Sperrstunde für Restaurants um 19.00 Uhr eingeführt - allerdings gab es Ausnahmen.

Notfall- und Rettungsmediziner warnen vor einer dritten Welle

Die Schweizer Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin warnte am Samstag bereits vor einer dritten Corona-Welle. Deren Höhe werde abhängig sein vom Verhalten der Menschen in den bevorstehenden Ferien, sagte Vorstandsmitglied Aristomenis Exadaktylos der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es brauche landesweit einheitliche Regeln: "Sonst spielen wir nur kantonales Virus-Pingpong."

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