London

Scotland Yard: Ermittlungen zu "Partygate"-Affäre abgeschlossen

Für Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, ist der Skandal damit noch nicht beendet.

Für Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, ist der Skandal damit noch nicht beendet.

Bild: Jessica Taylor, dpa (Archiv)

Für Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, ist der Skandal damit noch nicht beendet.

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Boris Johnson im Visier: Die Polizei in London hat die Ermittlungen zu illegalen Lockdown-Partys abgeschlossen. Das sind ihre Ergebnisse.
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dpa
19.05.2022 | Stand: 15:24 Uhr

Die illegalen Partys hätten im Regierungssitz Downing Street und weiteren Regierungsgebäuden stattgefunden. Insgesamt seien dabei wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln 126 Strafbefehle verhängt worden, teilte die Metropolitan Police am Donnerstag mit.

Premierminister Boris Johnson habe keine weiteren Strafbefehle erhalten, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag. Johnson und Finanzminister Rishi Sunak waren zuvor für die Teilnahme an einer Geburtstagsfeier für den Premier mit einer Geldstrafe belegt worden.

Boris Johnson: "Partygate"-Affäre um Premier

Scotland Yard zufolge wurden bei acht Zusammenkünften in den Jahren 2020 und 2021 Verstöße festgestellt. Wegen ihrer Teilnahme erhielten 48 Frauen insgesamt 73 Strafbefehle und 35 Männer insgesamt 53 Bescheide. 28 Menschen wurden zwei bis fünf Mal belangt.

Für Johnson ist die Affäre damit aber noch nicht ausgestanden. Der Premier muss sich derzeit wegen mutmaßlicher Lügen im Parlament im Zusammenhang mit der Affäre um illegale Lockdown-Partys auch einer Untersuchung durch einen Parlamentsausschuss stellen.

Mit Spannung wird nun auch erwartet, wann der interne Untersuchungsbericht der Spitzenbeamtin Sue Gray zu den Vorfällen in voller Länge veröffentlicht wird.

Rücktrittsforderungen gegen Premier Johnson

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Gray hatte nach Beginn des polizeilichen Verfahrens zunächst nur eine stark gekürzte Version öffentlich gemacht. Schon darin war bereits von schwerem Fehlverhalten und Führungsversagen die Rede. Die "Partygate"-Affäre hatte Premier Johnson schwer unter Druck gesetzt, auch aus seiner Konservativen Partei wurden Rücktrittsforderungen laut.

Auch gegen Oppositionschef Keir Starmer von der Labour-Partei ermittelt die Polizei derzeit wegen eines möglichen Lockdown-Verstoßes. Er hat angekündigt, sein Amt niederzulegen, sollte er einen Strafbefehl erhalten. Mehr Nachrichten aus der Politik lesen Sie hier.