Corona-Virus

RKI-Chef: Es wird noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten

RKI-Präsident Lothar Wieler erwartet, dass die ansteckendere britische Mutante in Deutschland demnächst die Oberhand gewinnt.

RKI-Präsident Lothar Wieler erwartet, dass die ansteckendere britische Mutante in Deutschland demnächst die Oberhand gewinnt.

Bild: Michael Kappeler, dpa

RKI-Präsident Lothar Wieler erwartet, dass die ansteckendere britische Mutante in Deutschland demnächst die Oberhand gewinnt.

Bild: Michael Kappeler, dpa

Laut Robert Koch-Institut (RKI) wird die britische Corona-Mutante in Deutschland die Oberhand gewinnen. Diese sei "noch ansteckender und noch gefährlicher".

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dpa
05.03.2021 | Stand: 10:40 Uhr

Das Robert Koch-Institut (RKI) sieht "Signale einer Trendumkehr" bei der Corona-Pandemie in Deutschland. Es erwartet, dass die ansteckendere britische Mutante demnächst die Oberhand gewinnt: "Es ist absehbar, dass B.1.1.7 bald die vorherrschende Variante in Deutschland sein wird", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. "Dann wird es noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten." Die in Großbritannien entdeckte Variante sei "noch ansteckender und noch gefährlicher".

Zuletzt seien die Fallzahlen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) tendenziell wieder gestiegen, auch würden nach wie vor zu viele Todesfälle verzeichnet, sagte Wieler. Gemeinsames Ziel sei ein Frühling mit möglichst wenig Neuerkrankungen, schweren Verläufen und Todesfällen. "Das können wir erreichen." Er rief dazu auf, die Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckungen weiter konsequent einzuhalten und Impfangebote wahrzunehmen. "Die Impfstoffe und alle, die sich impfen lassen, weisen uns den Weg aus dieser Pandemie."

10.580 neue Infektionen am Freitagmorgen gemeldet

Nach RKI-Daten vom Freitag haben Gesundheitsämter in Deutschland binnen eines Tages 10.580 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor genau einer Woche hatte der Tageswert bei 9997 Neuinfektionen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 65,4.

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