Russland sieht kaum noch Chancen bei Abrüstungsgesprächen mit USA

Keine Einigkeit zwischen USA und Russland in Sachen Abrüstung.

Keine Einigkeit zwischen USA und Russland in Sachen Abrüstung.

Bild: epa Sergei Ilnitsky/dpa (Symbolbild)

Keine Einigkeit zwischen USA und Russland in Sachen Abrüstung.

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Bislang deutet sich kein Durchbruch in den Verhandlungen an. Die USA wollen China an den Tisch holen.
Keine Einigkeit zwischen USA und Russland in Sachen Abrüstung.
dpa
23.08.2020 | Stand: 15:28 Uhr

Russland sieht kaum noch Einigungsmöglichkeiten im Streit mit den USA um das letzte große atomare Abrüstungsabkommen, New Start. "Wir sehen nicht, dass hier die Chancen noch steigen werden", sagte Vize-Außenminister Sergej Rjabkow der Agentur Interfax am Sonntag. "Vielmehr nehmen sie ab." Rjabkow kritisierte: "Wir sehen auch keine Abkehr der amerikanischen Seite von ihrer Position, dass China bei zukünftigen Verhandlungen unbedingt beteiligt werden muss."

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Die USA stellten zudem weiter Forderungen an Russland, die so nicht hinnehmbar seien. "Es wird keine einseitigen Bewegungen geben", sagte Rjabkow.

China weigert sich, über Atomwaffen zu verhandeln

Der New-Start-Vertrag ist ein Abkommen zur Begrenzung strategischer Atomwaffen. Er läuft in gut einem halben Jahr aus. Die beiden Atommächte USA und Russland verhandelten bereits in Wien über die Zukunft des Vertrages. Ein Durchbruch deutete sich bislang aber nicht an. Die USA pochen bislang darauf, China mit an den Verhandlungstisch zu holen. China weigert sich aber bisher strikt, über sein relativ kleines, aber wachsendes Atomwaffenarsenal zu verhandeln.