Rechtsextremismus

Seehofer verbietet rechtsextreme Gruppierung "Sturmbrigade 44"

Nach Razzien in mehreren Hundesländern hat Innenminister Seehofer die rechtsextreme Gruppierung "Sturmbrigade 44" verboten.

Nach Razzien in mehreren Hundesländern hat Innenminister Seehofer die rechtsextreme Gruppierung "Sturmbrigade 44" verboten.

Bild: Christoph Soeder

Nach Razzien in mehreren Hundesländern hat Innenminister Seehofer die rechtsextreme Gruppierung "Sturmbrigade 44" verboten.

Bild: Christoph Soeder

Nach Razzien in mehreren Hundesländern hat Innenminister Seehofer die rechtsextreme Gruppierung "Sturmbrigade 44" verboten.
dpa
01.12.2020 | Stand: 08:06 Uhr

Wegen des Verdachts auf Bildung einer kriminellen, rechtsextremen Gruppierung hat die Bundesanwaltschaft am Dienstag Wohnungen in Sachsen-Anhalt, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen durchsuchen lassen. Wie die oberste deutsche Anklagebehörde in Karlsruhe mitteilte, sollen sechs Beschuldigte 2018 innerhalb der Gruppierung "Wolfsbrigade" die Untergruppierung "Sturmbrigade" gebildet haben - eine Art "bewaffneter Arm" der "Wolfsbrigade".

Die rechtsextreme "Sturmbrigade 44" soll nun aufgelöst werden. Bundesinnenminister Horst Seehofer habe die Gruppierung verboten, teilte sein Sprecher am Morgen auf Twitter mit.

In Sachsen-Anhalt wurden laut einem Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) fünf Objekte im Bereich Köthen und Gardelegen durchsucht. Ziel der Ermittler sei gewesen, Beweise für den Verdacht auf die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu finden. Dabei stehe Technik wie Laptops, Datenträger und Handys im Mittelpunkt.

Rechtsextreme Gruppierung "Sturmbrigade 44" verboten

Ziel der Gruppierung sei das "Wiedererstarken eines freien Vaterlandes" nach dem "germanischen Sittengesetz", hieß es in der Mitteilung der Bundesanwaltschaft. Die Beschuldigten hätten nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen eine rechtsextremistische Gesinnung. Festgenommen worden sei bislang niemand.

Mit den weiteren Ermittlungen sei das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt beauftragt. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft war für weitere Details zunächst nicht zu erreichen.

Laut dem LKA Sachsen-Anhalt wurden neben den fünf Objekten im eigenen Bundesland drei in Hessen und jeweils eines in NRW und Niedersachsen durchsucht.