Regierungsbildung

Sondierungen zur Ampel und Jamaika - noch sind alle optimistisch, auch die Union

Zwei Generalsekretäre auf dem Weg zum Statement: Lars Klingbeil (SPD) und Volker Wissing (FDP).

Zwei Generalsekretäre auf dem Weg zum Statement: Lars Klingbeil (SPD) und Volker Wissing (FDP).

Bild: Fabian Sommer/dpa

Zwei Generalsekretäre auf dem Weg zum Statement: Lars Klingbeil (SPD) und Volker Wissing (FDP).

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Zuerst hatten Grüne und FDP eine mögliche Regierungsbildung ausgelotet. Am Sonntag ging es nun in Runde zwei - mit der SPD und der Union.
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dpa
03.10.2021 | Stand: 22:08 Uhr

SPD und FDP haben ihre ersten Sondierungen über eine mögliche Regierungsbildung nach der Bundestagswahl als konstruktiv bezeichnet. Man sei sich bewusst, dass es nach 16 Jahren der Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU) großen Veränderungsbedarf gebe, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil nach gut zweistündigen Beratungen am Sonntag in Berlin. Es sei global etwa über Klimaschutz, Digitales, Staatsmodernisierung und außenpolitische Fragen geredet worden. "Es war konstruktiv und sehr sachlich."

Sondierung von SDP und FDP: Liberale wollen später bewerten

FDP-Generalsekretär Volker Wissing sagte, in einem konstruktiven Miteinander seien ernste Themen besprochen worden. Klar sei, dass inhaltliche Positionen "in wesentlichen Punkten" auseinander lägen. Er bekräftigte den Anspruch seiner Partei, eine "Reformregierung" zu bilden. Eine abschließende Bewertung zum weiteren Vorgehen wolle die FDP vornehmen, wenn alle bilateralen Gespräche geführt seien.

Die SPD-Delegation wollte im Anschluss auch erstmals direkt mit den Grünen zusammenkommen. Für den Abend war außerdem eine erste Sondierung zwischen CDU, CSU und FDP angesetzt, um die Chancen für ein mögliches schwarz-grün-gelbes Bündnis auszuloten.

CSU zu Jamaika-Sondierungen: Guter Start macht Lust auf mehr

Nach den ersten Sondierungsgesprächen von Union und FDP in Berlin hat CSU-Generalsekretär Markus Blume ebenfalls ein positives Fazit gezogen. "Das war ein guter Abend, das war ein guter Start, der Lust auf mehr macht", sagte Blume nach den knapp dreistündigen Gesprächen der Spitzen von FDP und Union. Beide Seiten hätten "im guten Geiste beraten", und es habe sich gezeigt, dass beide Seiten "in wesentlichen inhaltlichen Punkten" ganz dicht beisammen lägen.

Nun gehe es darum, eine neue Zeit zu gestalten und nicht nur den Status quo zu verwalten, sagte Blume. "Think big" sei der Anspruch, nicht die Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner. FDP und Union seien sich einig, dass es darum gehe, die großen Fragen zusammenzubringen. Dazu brauche es eine neue Aufstellung, das nun Diskutierte könne aber ein wichtiger Beitrag dazu sein.

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