Tod von George Floyd

Stadtrat in Minneapolis will Polizei ablösen

Eine Demonstrantin trägt während einer Solidaritätskundgebung für George Floyd eine Schutzmaske mit der Aufschrift "I can't breathe" (Ich kann nicht atmen). Auslöser für die landesweiten Proteste war der Tod des Afroamerikaner George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in Minneapolis.

Eine Demonstrantin trägt während einer Solidaritätskundgebung für George Floyd eine Schutzmaske mit der Aufschrift "I can't breathe" (Ich kann nicht atmen). Auslöser für die landesweiten Proteste war der Tod des Afroamerikaner George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in Minneapolis.

Bild: Julio Cortez, dpa

Eine Demonstrantin trägt während einer Solidaritätskundgebung für George Floyd eine Schutzmaske mit der Aufschrift "I can't breathe" (Ich kann nicht atmen). Auslöser für die landesweiten Proteste war der Tod des Afroamerikaner George Floyd infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in Minneapolis.

Bild: Julio Cortez, dpa

Nach George Floyds Tod will eine Mehrheit des Stadtrats in Minneapolis Berichten zufolge die örtliche Polizei durch eine neue Organisation ablösen.

08.06.2020 | Stand: 09:54 Uhr

Nach George Floyds Tod will eine Mehrheit des Stadtrats in Minneapolis Berichten zufolge die örtliche Polizei durch eine neue Organisation für öffentliche Sicherheit ablösen. In seiner gegenwärtigen Aufstellung sei das Minneapolis Police Department nicht mehr reformierbar, erklärten neun von zwölf Stadträten nach Angaben des örtlichens Sender KTSP und der «New York Times» am Sonntagabend (Ortszeit).

Es gebe aber noch keinen genauen Plan für die neue Organisationsform, hieß es weiter. Die Abwicklung der Polizeibehörde dürfte ein «langer und komplizierter Kampf» werden, schrieb die örtliche Zeitung «Star Tribune».

Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, hatte sich am Samstag bei einer Demonstration gegen eine Abwicklung der örtlichen Polizei ausgesprochen und stattdessen für Reformen geworben. Er wurde dafür prompt ausgebuht und aufgefordert, den Protest zu verlassen.

Floyd war am 25. Mai bei einer brutalen Festnahme in der Stadt im Bundesstaat Minnesota gestorben. Ein weißer Polizeibeamter hatte sein Knie fast neun Minuten lang in den Nacken des am Boden liegenden Floyd gedrückt - trotz aller Bitten des 46-Jährigen, ihn atmen zu lassen.

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Nach Tod von George Floyd: Proteste gegen Rassismus in den USA eskalieren

Floyd war wegen des Verdachts, mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben, festgenommen worden. Seit seinem Tod ist es in Minneapolis und im ganzen Land zu großen Protesten gegen Polizeigewalt, Rassismus und Diskriminierung gekommen.