Chef des Auschwitz Komitees: Steinmeiers Polen-Reise ist gutes Signal

Bereits 2020 besuchte Steinmeier das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz anlässlich des Jahrestags der Befreiung.

Bereits 2020 besuchte Steinmeier das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz anlässlich des Jahrestags der Befreiung.

Bild: Britta Pedersen, dpa

Bereits 2020 besuchte Steinmeier das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz anlässlich des Jahrestags der Befreiung.

Bild: Britta Pedersen, dpa

Der KZ-Überlebende Marian Turski wird sich am Donnerstag mit Bundespräsident Steinmeier in Auschwitz treffen. Anlass ist ein Jahrestag.
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dpa
17.06.2021 | Stand: 08:16 Uhr

Der Vorsitzende des Internationalen Auschwitz Komitees, Marian Turski, hat den bevorstehenden Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Warschau als Geste guten Willens gewertet. "Dies ist ein gutes Signal, denn Polen ist dann stärker, wenn die Beziehungen zwischen Polen und der EU stärker sind", sagte der polnische Journalist und KZ-Überlebende der Deutschen Presse-Agentur.

Steinmeier trifft KZ-Überlebenden

Steinmeier reist am Donnerstag zum 30. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags nach Warschau. Dort trifft er seinen Amtskollegen Andrzej Duda. Beide Präsidenten wollen außerdem mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen diskutieren. Steinmeier wird auch persönlich mit Marian Turski zusammentreffen. Der heute 94-jährige Turski wurde 1944 in das deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz deportiert, er ist Mitbegründer des Museums der Geschichte der polnischen Juden in Warschau. (Lesen Sie auch: Das sind die Gedenkorte für die Opfer des Nationalsozialismus im Allgäu)

Der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag war nach dem Ende des Kalten Krieges am 17. Juni 1991 geschlossen worden. Deutschland und Polen versprachen sich, Konflikte ausschließlich mit friedlichen Mitteln zu lösen. Das Vertragswerk regelt auch die Rechte der deutschen Minderheit in Polen und der polnischstämmigen Deutschen. Es sicherte Polen darüber hinaus deutsche Unterstützung bei der Annäherung an die EU zu, der das Land dann 2004 beitrat.

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