Wahl in Syrien

Syrer wählen Präsidenten - Assads Sieg gilt als sicher

Baschar al-Assad (M), Präsident von Syrien, und seine Frau Asma (l) sprechen in einem Wahllokal während der Präsidentschaftswahlen mit Journalisten. Die Wahl wird nur in von der Regierung kontrollierten Regionen des Bürgerkriegslandes abgehalten.

Baschar al-Assad (M), Präsident von Syrien, und seine Frau Asma (l) sprechen in einem Wahllokal während der Präsidentschaftswahlen mit Journalisten. Die Wahl wird nur in von der Regierung kontrollierten Regionen des Bürgerkriegslandes abgehalten.

Bild: Hassan Ammar/AP/dpa

Baschar al-Assad (M), Präsident von Syrien, und seine Frau Asma (l) sprechen in einem Wahllokal während der Präsidentschaftswahlen mit Journalisten. Die Wahl wird nur in von der Regierung kontrollierten Regionen des Bürgerkriegslandes abgehalten.

Bild: Hassan Ammar/AP/dpa

Im Bürgerkriegsland Syrien hat am Mittwoch die Präsidentenwahl begonnen.
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dpa
26.05.2021 | Stand: 11:24 Uhr

Erwartet wird eine klare Mehrheit für den autoritär herrschenden Amtsinhaber Baschar al-Assad, der seit dem Jahr 2000 an der Macht ist. Der Staatschef gab seine Stimme in der Stadt Duma östlich von Damaskus ab, wie das Staatsfernsehen meldete. Die beiden Mitbewerber des 55-Jährigen gelten als Zählkandidaten. Die Opposition nennt die Abstimmung eine "Farce". Auch die im Nordosten Syriens regierenden Kurden lehnen eine Teilnahme ab.

In Syrien herrscht seit mehr als zehn Jahren ein Bürgerkrieg, in dessen Zuge rund zwölf Millionen Menschen vertrieben wurden. Viele Gebiete sind zerstört. Zudem steckt das Land in einer schweren Wirtschaftskrise. Millionen Menschen leiden unter Hunger und Armut. Die vorige Wahl vor sieben Jahren hatte Assad nach offiziellen Zahlen mit fast 89 Prozent der Stimmen gewonnen. Ein Ergebnis wird für diesen Mittwoch noch nicht erwartet.

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Die Außenminister Deutschlands, der USA, Italiens, Frankreichs und Großbritanniens kritisierten die Wahl in einer gemeinsamen Erklärung als "weder frei noch fair" und "betrügerisch". Sie widerspreche den Resolutionen des UN-Sicherheitsrats und werde nicht zu einer politischen Einigung des Landes beitragen, erklärten sie bereits am Dienstag.

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Assad erklärte nach Angaben regierungstreuer Medien, der Besuch in Duma und die Wahl dort bestätigten, dass in Syrien nicht "eine Region gegen eine Region oder eine Konfession gegen eine Konfession" stehe. Der Ort stand bis 2018 unter Kontrolle überwiegend islamistischer Rebellen. Im April 2018 kam es dort zu einem Angriff mit Chemiewaffen, der Syriens Armee zugeschrieben wurde.

Die Regierungskräfte und ihre Verbündeten kontrollieren heute rund zwei Drittel des Bürgerkriegslandes. Nur in diesen Gebieten können die Wähler an der Abstimmung teilnehmen. Syriens Führung hatte in den vergangenen Tagen versucht, mit einer Kampagne auf der Straße und in den Medien viele Wähler an die Urne zu bringen. Das Staatsfernsehen zeigte am Morgen Bilder von großem Gedränge vor Wahllokalen.