Gas-Pipeline

Trotz Sanktionen der USA: Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 geht weiter

Die USA haben ein Sanktionsgesetz gegen die Spezialschiffe die die Rohre verlegen in Kraft gesetzt.

Die USA haben ein Sanktionsgesetz gegen die Spezialschiffe die die Rohre verlegen in Kraft gesetzt.

Bild: Stefan Sauer/dpa

Die USA haben ein Sanktionsgesetz gegen die Spezialschiffe die die Rohre verlegen in Kraft gesetzt.

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Noch-Präsident Trump ist die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 ein Dorn im Auge - die USA versuchen die Fertigstellung zu verhindern. Der Bau geht aber weiter,
dpa
11.12.2020 | Stand: 15:47 Uhr

Der Bau der deutsch-russischen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 ist am Freitag wieder aufgenommen worden. Das sagte ein Unternehmenssprecher. Die US-Regierung will die Vollendung der zum großen Teil fertigen Gasleitung verhindern und droht mit Sanktionen für Firmen, die an dem Projekt beteiligt sind. Den Angaben zufolge soll ein Schiff einen 2,6 Kilometer langen Leitungsabschnitt verlegen.

Nord Stream 2: USA mit Sanktionen gegen Spezialschiffe - so reagierte Putin

Vor knapp einem Jahr waren die Bauarbeiten an Nord Stream 2 vor der dänischen Insel Bornholm gestoppt worden, nachdem die USA ein Sanktionsgesetz gegen die Spezialschiffe in Kraft gesetzt hatten, die die Rohre verlegen. Die beiden Schweizer Verlegeschiffe wurden daraufhin abgezogen. Der russische Präsident Wladimir Putin kündigte an, die Arbeiten eigenständig zu Ende zu bringen - unabhängig von ausländischen Partnern. Nach den Sanktionen können gegen betroffene Personen Einreiseverbote in die USA verhängt werden. Etwaiger Besitz betroffener Personen oder Firmen in den Vereinigten Staaten können eingefroren werden.

Nord Stream 2 ist zu 94 Prozent fertig

Durch die zwei jeweils rund 1200 Kilometer langen Leitungen von Nord Stream 2 sollen künftig pro Jahr 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach Deutschland gepumpt werden. Die etwa 9,5 Milliarden Euro teure Pipeline ist zu 94 Prozent fertig. Die USA laufen aber seit Jahren Sturm dagegen, weil sie eine zu große Abhängigkeit ihrer europäischen Partner von russischem Gas sehen. Unterstützt werden sie von osteuropäischen Staaten wie Polen und den baltischen Ländern. Kritiker werfen den USA dagegen vor, nur ihr Flüssiggas in Europa besser verkaufen zu wollen.

Lesen Sie auch: Im Ringen um die Fertigstellung der Ostseepipeline Nord Stream 2 hat Russland den USA illegales und aggressives Verhalten vorgeworfen.

Und: Die US-Botschaft hat die Bundesregierung aufgerufen, einen Weiterbau der umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream 2 zu verhindern.