US Wahlen 2020

Trump distanziert sich nicht von QAnon - "weiß nichts darüber"

US-Präsident weiß eigenen Angaben zufolge nichts über die Verschwörungsbewegung QAnon.

US-Präsident weiß eigenen Angaben zufolge nichts über die Verschwörungsbewegung QAnon.

Bild: picture alliance/Evan Vucci/AP/dpa

US-Präsident weiß eigenen Angaben zufolge nichts über die Verschwörungsbewegung QAnon.

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US-Präsident Donald Trump hat sich bei einem Auftritt im Sender NBC auf Nachfrage nicht der von Verschwörungstheorien-Bewegung QAnon distanziert.
US-Präsident weiß eigenen Angaben zufolge nichts über die Verschwörungsbewegung QAnon.
dpa
16.10.2020 | Stand: 05:54 Uhr

"Ich weiß nichts über QAnon", sagte Trump am Donnerstagabend (Ortszeit) bei einer NBC-Fragestunde mit Wählern in Miami im Bundesstaat Florida. "Lassen Sie mich Ihnen nur sagen, was ich darüber höre, ist, dass sie sehr entschieden gegen Pädophilie sind, und dem stimme ich zu."

Moderatorin Savannah Guthrie hatte den Republikaner Donald Trump (ein Porträt über ihn lesen Sie hier) zuvor auf die QAnon-Theorie angesprochen, wonach die Demokraten "ein satanischer Pädophilen-Ring" seien und er der "Retter" sei. Guthrie fragte: "Können Sie jetzt ein für alle Mal feststellen, dass das absolut nicht wahr ist?" QAnon gewann in den vergangenen Monaten weiter an Bekanntheit in den USA.

Trump wiederholte Inhalte von QAnon-Anhängern

Bei der Parlamentswahl, die zusammen mit der Präsidentenwahl am 3. November ansteht, sind aufseiten der Republikaner mehrere Kandidaten im Rennen, die Sympathien für QAnon-Gedankengut gezeigt haben. Auch Trump verbreitete bei Twitter wiederholt Inhalte von QAnon-Anhängern weiter. Twitter, Facebook und Youtube haben ihr Vorgehen gegen QAnon zuletzt verschärft.

Die zentrale Behauptung der QAnon-Anhänger ist, dass es eine Verschwörung gegen US-Präsident Donald Trump in den tieferen Schichten des US-Regierungsapparats gebe. Außerdem behaupten sie oft, prominente Politiker der Demokratischen Partei in den USA ließen sich mit Hormonen behandeln, die aus dem Blut von Kindern gewonnen würden.

Ein Strang davon war die "Pizzagate"-Theorie, die dazu führte, dass Ende 2016 ein bewaffneter Mann in eine Pizzeria in Washington stürmte, um dort angebliche gefangen gehaltene Kinder zu befreien. Er wurde von der Polizei festgenommen, niemand wurde verletzt.

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