Nach Rückzug durch Trump

USA kehren als Beobachter in den UN-Menschenrechtsrat zurück

Die USA werden in den UN-Menschenrechtsrat als Beobachter zurückkehren.

Die USA werden in den UN-Menschenrechtsrat als Beobachter zurückkehren.

Bild: Martial Trezzini, Keystone,dpa

Die USA werden in den UN-Menschenrechtsrat als Beobachter zurückkehren.

Bild: Martial Trezzini, Keystone,dpa

Präsident Joe Biden meldet die USA als Mitspieler in der internationalen Diplomatie zurück. Nun ist UN-Menschenrechtsrat an der Reihe.
dpa
08.02.2021 | Stand: 13:30 Uhr

Die USA werden in den UN-Menschenrechtsrat als Beobachter zurückkehren. Das kündigte ein US-Sprecher bei den Vereinten Nationen in Genf am Montag an. "Wir tun das in dem Wissen, dass der wirksamste Weg, die Arbeit des UN-Menschrechtsrats zu verbessern und zu reformieren, ein Engagement in prinzipieller Form ist", sagte der Geschäftsträger Mark Cassyre.

Die USA hatten im Juni 2018 unter dem damaligen US-Präsidenten Donald Trump den Rückzug aus dem Menschenrechtsrat angekündigt. Trump hielt das Gremium aus 47 Staaten unter anderem wegen seiner häufigen Kritik an Israel für voreingenommen. Auch die USA gerieten wegen Rassismus-Vorwürfen ins Visier des Rates.

US-Präsident Joe Biden hebt Entscheidungen seines Vorgängers auf

Nach der Rückkehr in das Pariser Klimaschutzabkommen und dem Stopp des Ausstiegs bei der Weltgesundheitsorganisation ist es ein weiterer Schritt der neuen US-Regierung unter Joe Biden, Entscheidungen seines Vorgängers zum Rückzug aus internationalen Gremien und Verpflichtungen wieder aufzuheben.

Die USA brächten nun den neuen Geist der Zusammenarbeit und Erneuerung in ihr Engagement beim Menschenrechtsrat ein, hieß es. "Wir verpflichten uns, mit Ihnen allen zusammenzuarbeiten, um diese Institution zu stärken und die Menschenrechte weltweit zu verteidigen", so Cassyre. Er erinnerte an die Aussagen von US-Präsident Joe Biden, den Rassismus in den USA bekämpfen zu wollen.

Wichtiges Forum im Kampf gegen Tyrannei

Der US-Regierung sehe die Mängel des Menschenrechtsrats, aber erkenne zugleich an, dass das Gremium das Potenzial habe, ein wichtiges Forum im Kampf gegen Tyrannei und Unrecht weltweit zu sein. Das Engagement des Menschrechtsrats sei dringend. In den vergangenen Monaten seien eine Reihe von möglichen Menschrechtsverletzungen beobachtet worden, die die sofortige Aufmerksamkeit des Gremiums verdienten.

Lesen Sie auch
Unter Präsident Joe Biden treten die USA dem Pariser Klimaabkommen wieder bei.
Klimaschutz

Joe Biden: USA offiziell wieder Mitglied des Pariser Klimaabkommens

Die im Rat für jeweils drei Jahre vertretenen 47 Länder werden nach einem geografischen Schlüssel von der UN-Vollversammlung gewählt. Es kommt immer wieder vor, dass Länder vertreten sind, denen Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. Die Trump-Regierung warf dem Gremium unter anderem auch deshalb Unglaubwürdigkeit vor.

Lesen Sie auch: Allgäuer USA-Expertin: Darum muss Joe Biden schnell erfolgreich sein