Schutzgebiete

Verstöße im Naturschutz: EU-Kommission verklagt Deutschland vor dem EuGH

Die EU-Kommission verklagt Deutschland wegen Verstößen gegen den Naturschutz vor dem Europäischen Gerichtshof.

Die EU-Kommission verklagt Deutschland wegen Verstößen gegen den Naturschutz vor dem Europäischen Gerichtshof.

Bild: Arne Immanuel Bänsch, dpa (Symbolbild)

Die EU-Kommission verklagt Deutschland wegen Verstößen gegen den Naturschutz vor dem Europäischen Gerichtshof.

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Zur Erhaltung von natürlichen Lebensräumen sind die EU-Staaten dazu verpflichtet, Schutzgebiete auszuweisen. Deutschland sei dem nicht nachgekommen.
Die EU-Kommission verklagt Deutschland wegen Verstößen gegen den Naturschutz vor dem Europäischen Gerichtshof.
dpa
18.02.2021 | Stand: 13:12 Uhr

Die EU-Kommission verklagt Deutschland wegen jahrelanger Verstöße gegen geltendes Naturschutzrecht vor dem Europäischen Gerichtshof. Unter anderem habe Deutschland eine "bedeutende Anzahl von Gebieten immer noch nicht als besondere Schutzgebiete ausgewiesen", teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit.

Deutschland hat gemeinsame Erhaltungsziele nicht erreicht

Es geht um die Umsetzung der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zur Erhaltung natürlicher Lebensräume sowie zum Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen. Kern ist die Ausweisung von Schutzgebieten in den EU-Staaten. Dazu gehören sogenannte Erhaltungsziele, um den Bestand von Arten zu schützen oder wiederherzustellen.

Schon 2015 lief ein Verfahren gegen Deutschland

Bereits 2015 hatte die EU-Kommission ein sogenanntes Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet, doch räumte Berlin die Bedenken im Laufe der Jahre nicht aus. Dabei sei die "Frist für die Vollendung der notwendigen Maßnahmen für alle Gebiete in Deutschland" in einigen Fällen schon vor mehr als zehn Jahren abgelaufen, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit.

Die Behörde bemängelte unter anderem, dass "die für die einzelnen Gebiete in Deutschland festgelegten Erhaltungsziele nicht hinreichend quantifiziert und messbar" seien. Die EU-Kommission gehe davon aus, dass es in allen Bundesländern und auf Bundesebene Praxis war, "für alle 4606 Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung keine hinreichend detaillierten und quantifizierten Erhaltungsziele festzulegen". Dies habe "erhebliche Auswirkungen auf die Qualität und Wirksamkeit" der Maßnahmen.

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