US-Wahl

Verwirrung um Arizona - Wann Kandidaten zum Sieger erklärt werden

Anhänger von US-Präsident Trump demonstrieren vor dem Maricopa County Recorders Office in Phoenix, Arizona.

Anhänger von US-Präsident Trump demonstrieren vor dem Maricopa County Recorders Office in Phoenix, Arizona.

Bild: Matt York, dpa

Anhänger von US-Präsident Trump demonstrieren vor dem Maricopa County Recorders Office in Phoenix, Arizona.

Bild: Matt York, dpa

Fox News und die Nachrichtenagentur AP erklärten Joe Biden zum Gewinner von Arizona. Doch andere Medien - darunter CNN - halten sich zurück.
dpa
05.11.2020 | Stand: 21:15 Uhr

Verwirrung um Arizona: Während der TV-Sender Fox News und die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) schon in den Stunden nach der Wahl den Demokraten Joe Biden zum Gewinner in dem Bundesstaat erklärt hatten, hielten sich andere Medien weiter zurück. Tatsächlich lagen der republikanische Amtsinhaber Donald Trump und Biden tatsächlich sehr lange eng beieinander.

Am Donnerstag erklärte AP-Chefredakteurin Sally Buzbee: "Die Associated Press beobachtet und analysiert weiterhin die Auszählungsergebnisse der Stimmen aus Arizona, während sie eintreffen." Sie betonte: "Wir werden den Fakten in allen Fällen folgen."

Keine Bundeswahlleitung - dafür Prognosen

In den USA gibt es keine Bundeswahlleitung, stattdessen führen Meinungsforscher Nachwahlbefragungen durch. Die Nachrichtenagentur AP unterhält ein Netz von tausenden Helfern, die tatsächliche gemeldete Ergebnisse von lokalen Wahlhelfern zusammen führen. Üblicherweise wird die Präsidentenwahl auf der Basis von Prognosen großer Medienhäuser entschieden. Eine herausragende Stellung kommt dabei AP zu: Die Nachrichtenagentur wird für ihre Unabhängigkeit und Genauigkeit geschätzt. Sobald AP den Gewinner vermeldet, gilt die Wahl eigentlich als entschieden.

Die Unterschiede bei bereits prognostizierten Siegern liegen an unterschiedlichen Methoden von Hochrechnungen und Analysen. Sender und Agenturen richten "Decision Desks" ein, spezielle Teams mit Statistikern und Politikwissenschaftlern, die sich erste Ergebnisse und Nachwahlbefragungen anschauen.

Sie wägen ab, ob sich auf dieser Basis und mit Blick auf noch ausstehende Stimmen mit Sicherheit ein Kandidat als Sieger hochrechnen lässt - allerdings hat jedes Medium andere Kriterien, um diese Entscheidung abzuwägen. Alles Wichtige zur US-Wahl - und natürlich die aktuellen Zahlen - bekommen Sie im Newsblog der Allgäuer Zeitung.