Reformpläne der Bundesregierung

Jagdgesetz: Widerstand gegen Pläne der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat eine Reform des Jagdgesetzes im Visier. Doch die Pläne stoßen auf Kritik.

Die Bundesregierung hat eine Reform des Jagdgesetzes im Visier. Doch die Pläne stoßen auf Kritik.

Bild: Ulrich Weigel

Die Bundesregierung hat eine Reform des Jagdgesetzes im Visier. Doch die Pläne stoßen auf Kritik.

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Das Bundesjagdgesetz soll überarbeitet werden. Doch im Bundestag stoßen die Pläne der Regierung auf Kritik. Die Opposition spricht von Degradierung der Jäger.
Die Bundesregierung hat eine Reform des Jagdgesetzes im Visier. Doch die Pläne stoßen auf Kritik.
dpa
27.01.2021 | Stand: 20:39 Uhr

Nach mehr als 40 Jahren soll das Bundesjagdgesetz umfassend überarbeitet werden, doch die Opposition fordert Nachbesserungen am Gesetzentwurf der Bundesregierung. Der jagdpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, Karlheinz Busen, warf Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) am Mittwochabend im Bundestag vor, sie wolle die Jäger zu "Erfüllungsgehilfen für die Waldwirtschaft" degradieren. AfD und Linke warnten davor, Wildtiere auf die Rolle als Forstschädling zu reduzieren.

Keine behördliche Abschussplanung mehr

Die erste umfassende Novelle des Jagdgesetzes seit 1976 sieht unter anderem vor, dass es grundsätzlich keine behördliche Abschussplanung mehr gibt. Stattdessen sollen sich Waldbesitzer und Jäger vor Ort auf jährliche Mindest- und Höchstzahlen für den Abschuss einigen, um dem Tierschutz ebenso gerecht zu werden wie dem Schutz junger Bäume vor Rehen.

Ferner soll durch die Reform unter anderem die nächtliche Jagd auf Wildschweine erleichtert und der Bleigehalt in Büchsenmunition gesenkt werden. Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) erklärte, die Novelle schaffe einen "vernünftiger Ausgleich zwischen Wald und Wild".

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