Schweinepest

Zweites Bundesland betroffen: Schweinepest auch in Sachsen

Bei einem geschossenen Wildschwein in Görlitz wurde die Afrikanische Schweinepest festgestellt.

Bei einem geschossenen Wildschwein in Görlitz wurde die Afrikanische Schweinepest festgestellt.

Bild: picture alliance/Lino Mirgeler/dpa (Symbol)

Bei einem geschossenen Wildschwein in Görlitz wurde die Afrikanische Schweinepest festgestellt.

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Nach Brandenburg ist nun auch in Sachsen ein Fall der Afrikanischen Schweinepest nachgewiesen worden. Welche Auswirkungen das hat.
Bei einem geschossenen Wildschwein in Görlitz wurde die Afrikanische Schweinepest festgestellt.
dpa
31.10.2020 | Stand: 16:43 Uhr

Die für Menschen ungefährliche Tierseuche ist bei einem im Landkreis Görlitz geschossenen Wildschwein bestätigt worden, wie das sächsische Sozialministerium am Samstag mitteilte. Das Tier war am 27. Oktober geschossen und wurde zwei Tage später in der Landesuntersuchungsanstalt untersucht. Am Samstag bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut, dass das Tier infiziert sei.

Es wird ein Krisenstab des Sozialministeriums und das Landestierseuchenbekämpfungszentrum eingerichtet. In Absprache mit dem Landkreis und der Bundeswehr wird die Einrichtung der Restriktionszonen vorbereitet.

"Ich appelliere an die Schweinehalter, in ihren Bestrebungen, die Hausschweine zu schützen, nicht nachzulassen und Biosicherheitsmaßnahmen konsequent weiter zu verfolgen", sagte Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD). (Lesen Sie auch: Afrikanische Schweinepest: Was passiert, wenn sie im Allgäu ankommt?)

Erster Fall wurde in Brandenburg gemeldet

Das bundesweit erste Auftreten der Schweinepest beim Schwarzwild wurde am 10. September nur rund 50 Kilometer entfernt von der sächsischen Grenze in Brandenburg gemeldet. Mittlerweile sind dort mehr als 100 Fälle bei Wildschweinen amtlich. Mit Zäunen, Suchhunden und Drohnen versucht das Bundesland, der Seuche Herr werden. Die Tiere sterben in der Regel innerhalb weniger Tage.

Für Menschen ist die Tierseuche ungefährlich. Ein nachgewiesener Seuchenfall hat allerdings gravierende Auswirkungen für die schweinehaltenden Betriebe. Mehr als 3000 Landwirte halten in Sachsen rund 669 000 Schweine. (Lesen Sie auch: So gefährlich ist die Afrikanische Schweinepest für Bayern)